Der Sicherheitsnachweis (SiNa) ist die Bestätigung, dass die elektrische Installation einer Solaranlage fachgerecht und normkonform ausgeführt wurde. Er wird bei der Installation durch den ausführenden Fachbetrieb erstellt und ist Teil der ordentlichen Anmeldung ans Netz. Später wird die Anlage – wie jede Elektroinstallation – in wiederkehrenden Abständen periodisch kontrolliert. Beides sorgt dafür, dass die Anlage sicher bleibt. (Stand: Juli 2026)
Das Wichtigste in Kürze
- SiNa steht für Sicherheitsnachweis: die dokumentierte Bestätigung einer sicheren, normgerechten Elektroinstallation.
- Er wird bei der Installation ausgestellt und gehört zum Anschluss der Anlage ans Netz.
- Erstellt wird er vom ausführenden, konzessionierten Fachbetrieb – nicht vom Eigentümer.
- Danach unterliegt die Anlage der periodischen Elektrokontrolle in wiederkehrenden Abständen.
- Für Sie als Eigentümer ist wichtig: die Unterlagen aufbewahren und die Kontrollaufforderung des Netzbetreibers nicht ignorieren.
Was ist der SiNa – und wozu dient er?
Der Sicherheitsnachweis ist ein Dokument, das bestätigt: Diese elektrische Installation wurde nach den geltenden Normen ausgeführt und ist sicher. Für eine Solaranlage betrifft das die gesamte Elektrik – von den Modulen über den Wechselrichter bis zum Anschluss in der Hausverteilung.
Man kann den SiNa als das «Testat» der Anlage verstehen. Er wird nicht einfach behauptet, sondern beruht auf einer Kontrolle der ausgeführten Arbeit. Der Fachbetrieb prüft, ob alles korrekt verkabelt, geerdet und abgesichert ist, und hält das Ergebnis fest. Erst mit diesem Nachweis gilt die Installation gegenüber dem Netzbetreiber als ordnungsgemäss.
Damit ist der SiNa kein bürokratisches Beiwerk, sondern die Absicherung, dass die Anlage niemanden gefährdet – weder durch einen Fehler in der Installation noch im späteren Betrieb. Wie der Strom im Detail von den Modulen bis in die Hausverteilung läuft und welche Schutzeinrichtungen dabei zusammenspielen, zeigt der Beitrag zur Elektrik der Solaranlage.
Wer erstellt den SiNa, und wann?
Der SiNa wird bei der Installation erstellt – vom ausführenden Fachbetrieb, der über die nötige Installationsbewilligung verfügt. Für Sie als Eigentümer ist das eine beruhigende Nachricht: Sie müssen sich nicht selbst darum kümmern, dass alles normgerecht dokumentiert wird. Das ist Aufgabe des Betriebs, der die Anlage anschliesst.
Wichtig ist genau dieser Punkt bei der Wahl des Anbieters. Nur ein konzessionierter Elektrofachbetrieb darf die elektrische Installation ausführen und den Sicherheitsnachweis ausstellen. Wer eine Anlage von einem Anbieter ohne diese Berechtigung montieren lässt, riskiert Probleme beim Nachweis und beim Netzanschluss – ein Grund, warum die Frage nach der Installationsbewilligung zur Prüfung eines Anbieters gehört, wie im Beitrag zu ausländischen Anbietern beschrieben.
Der Ablauf in Kürze:
1. Der Fachbetrieb führt die Elektroinstallation aus. 2. Nach Fertigstellung wird die Installation kontrolliert und der Sicherheitsnachweis erstellt. 3. Der Nachweis geht im Rahmen der Anmeldung an den Netzbetreiber; die Anlage wird ans Netz genommen. 4. Sie erhalten die Unterlagen für Ihre Akten.
Was ist die periodische Kontrolle – und wie oft?
Mit dem SiNa bei der Installation ist es nicht getan. Jede elektrische Installation in der Schweiz unterliegt einer periodischen Kontrolle – sie wird also nicht nur einmal, sondern in wiederkehrenden Abständen überprüft. Das gilt für die Hausinstallation ebenso wie für die Solaranlage als Teil davon.
In der Praxis läuft das so: Nach Ablauf der jeweiligen Kontrollperiode fordert der Netzbetreiber die Eigentümerschaft auf, die Installation durch eine unabhängige, dafür berechtigte Kontrollstelle prüfen zu lassen. Diese erstellt einen neuen Sicherheitsnachweis, der bestätigt, dass die Anlage weiterhin in Ordnung ist. Etwaige Mängel müssen behoben werden.
| Sicherheitsnachweis bei Installation | Periodische Kontrolle | |
|---|---|---|
| Wann | einmal, bei der Erstinstallation | wiederkehrend nach Ablauf der Kontrollperiode |
| Wer beauftragt | der Fachbetrieb im Zuge der Montage | die Eigentümerschaft, aufgefordert durchs EW |
| Wer führt aus | ausführender Fachbetrieb | unabhängige, berechtigte Kontrollstelle |
| Ergebnis | Anlage geht ans Netz | erneuter Nachweis, Mängel werden behoben |
Orientierung, Stand: Juli 2026. Die konkrete Kontrollperiode und die Anforderungen ergeben sich aus den geltenden Vorschriften und der Aufforderung Ihres Netzbetreibers.
Für Sie als Eigentümer ist der praktische Kern einfach: die Unterlagen der Anlage aufbewahren und die Kontrollaufforderung des Netzbetreibers nicht in der Ablage verschwinden lassen. Wer sie ignoriert, riskiert Mahnungen – und im Zweifel steht die Sicherheit der Installation infrage.
Der Sicherheitsnachweis ist für die meisten Kundinnen und Kunden unsichtbar – und das ist gut so, weil wir uns bei der Installation darum kümmern. Wo wir immer wieder ansetzen, ist die Aufbewahrung: Die Unterlagen zur Anlage gehören zu den Hausakten, nicht in den Papierkorb. Und wenn Jahre später die Aufforderung zur periodischen Kontrolle kommt, ist das kein Grund zur Sorge, sondern Routine – so wie beim Rest der Hauselektrik. Wir erleben oft, dass diese Aufforderung liegen bleibt, weil niemand weiss, was sie bedeutet. Deshalb sprechen wir sie bei der Übergabe an: Sie wird kommen, und sie ist normal.
Häufige Fragen
Muss ich den SiNa selbst erstellen oder beauftragen?
Bei der Installation nein – das übernimmt der ausführende Fachbetrieb als Teil des Anschlusses. Erst bei der späteren periodischen Kontrolle werden Sie als Eigentümer vom Netzbetreiber aufgefordert, eine Prüfung durch eine berechtigte Kontrollstelle zu veranlassen. Der erste Nachweis ist also Sache des Installateurs, der wiederkehrende Ihre.
Was passiert, wenn ich die Kontrollaufforderung ignoriere?
Der Netzbetreiber mahnt in der Regel und setzt Fristen. Im Kern geht es um die Sicherheit der Installation, weshalb die Kontrolle nicht optional ist. Es lohnt sich, die Aufforderung zeitnah zu erledigen, statt sie aufzuschieben – die Prüfung selbst ist Routine.
Ist die periodische Kontrolle bei einer Solaranlage aufwendig?
Sie ist Teil der ohnehin fälligen Kontrolle der Hauselektrik und kein Sonderaufwand nur für die Anlage. Eine berechtigte Kontrollstelle prüft die Installation und stellt einen neuen Sicherheitsnachweis aus. Werden Mängel gefunden, sind sie zu beheben – bei einer fachgerecht gebauten Anlage ist das die Ausnahme.
Brauche ich den SiNa beim Hausverkauf?
Ja, die Unterlagen zur Anlage inklusive Sicherheitsnachweis gehören zu den Dokumenten, die man beim Verkauf übergibt. Ein vollständiger Aktenordner zur Anlage erleichtert den Käufern die Übernahme und zeigt, dass die Installation ordnungsgemäss ausgeführt und kontrolliert wurde.
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Quellen: Allgemeine Grundlagen zu Sicherheitsnachweis (SiNa) und periodischer Elektrokontrolle in der Schweiz (ESTI, Niederspannungs-Installationsverordnung); Erfahrungswerte aus der Installationspraxis der ecoEn GmbH, Region Zürich. Massgebend sind die geltenden Vorschriften und die Vorgaben Ihres Netzbetreibers.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026 · Autor: ecoEn Redaktion

