Kurzantwort

Eine schlüsselfertige 5-kWp-Anlage kostet in der Schweiz typischerweise CHF 12’000 bis 15’000 vor Förderung. Nach Abzug der Einmalvergütung von derzeit rund CHF 1’800 verbleiben etwa CHF 10’000 bis 13’000 – der Steuerabzug kommt noch dazu. (Richtwerte, Stand: Juli 2026)

Das Wichtigste in Kürze

    • 5 kWp brauchen je nach Modul rund 22 bis 28 m² Dachfläche – etwa 11 bis 12 Module.
    • Pro kWp gerechnet sind kleine Anlagen teurer als grosse: Gerüst und Elektrik kosten fast gleich viel wie bei 10 kWp.
    • Als Jahresproduktion sind im Mittelland grob 4’500 bis 5’500 kWh realistisch – abhängig von Lage und Ausrichtung.
    • In vielen Fällen lohnt der Check, ob das Dach nicht besser voll belegt wird.

    Die Kosten im Überblick

    PositionRichtwert
    5-kWp-Anlage schlüsselfertig (inkl. Montage, Elektrik, MwSt.)CHF 12’000–15’000
    Einmalvergütung (KLEIV, ca. CHF 360/kWp)– ca. CHF 1’800
    Verbleibende Investitionca. CHF 10’200–13’200

    Richtwerte, Stand: Juli 2026, vor Steuerabzug. Massgebend sind die aktuellen Ansätze von Pronovo und die individuelle Offerte.

    Warum die Spannweite? Dacheindeckung, Gerüstaufwand und der Zustand der Hauselektrik machen bei kleinen Anlagen prozentual am meisten aus. Ein einfaches Ziegeldach im Erdgeschossbungalow liegt am unteren Rand, ein steiles Dach über drei Etagen mit altem Zählerkasten am oberen.

    Wie viel Platz und wie viel Ertrag?

    Mit heutigen Modulen (rund 430–450 Wp pro Stück) bestehen 5 kWp aus 11 bis 12 Modulen und belegen rund 22 bis 28 m². Als Jahresertrag sind im Schweizer Mittelland grob 900 bis 1’050 kWh pro kWp realistisch – für die 5-kWp-Anlage also etwa 4’500 bis 5’500 kWh, je nach Ausrichtung, Neigung und Verschattung. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Vierpersonenhaushalt ohne Wärmepumpe verbraucht in dieser Grössenordnung.

    Ob Ihr Dach das hergibt, zeigt ein erster Blick auf sonnendach.ch – und verbindlich die Besichtigung.

    Für wen sind 5 kWp die richtige Grösse?

    Ehrlich gesagt: seltener, als man denkt. Sinnvoll ist die kleine Anlage vor allem, wenn

    • die Dachfläche schlicht nicht mehr hergibt (kleines Dach, Gauben, Kamine, Dachfenster),
    • nur eine Teilfläche gut besonnt ist und der Rest im Schatten liegt,
    • oder das Budget bewusst begrenzt bleiben soll.

    In allen anderen Fällen empfehlen wir, die Vollbelegung mindestens zu rechnen. Der Grund steht oben: Die Fixkosten fallen ohnehin an. Der Schritt von 5 auf 8 oder 10 kWp kostet deutlich weniger als die ersten 5 kWp – und kommende Verbraucher wie E-Auto oder Wärmepumpe füllen die grössere Anlage schneller, als viele erwarten. Eine spätere Erweiterung dagegen bedeutet: nochmals Gerüst, nochmals Elektriker, nochmals Anmeldungen. Die Details: Anlage erweitern.

    Womit lässt sich bei 5 kWp sparen – und womit nicht?

    Sparen lässt sich mit einer sauberen Planung: Standardmodule statt Premium-Optik, Montage in einem Zug mit allfälligen Dacharbeiten, keine unnötigen Extras. Nicht sparen sollten Sie bei Wechselrichter-Qualität, bei der Elektroinstallation und bei der Dokumentation – die Folgekosten schlechter Arbeit übersteigen die Ersparnis zuverlässig. Woran Sie den Unterschied erkennen: Günstig vs. teuer.

    Aus der Praxis

    Der häufigste Beratungsverlauf bei kleinen Anlagen: Die Anfrage lautet "etwa 5 kWp", die Besichtigung zeigt ein Dach mit Platz für 9 oder 10. Wenn wir dann beide Varianten nebeneinanderlegen – Preis, Preis pro kWp, erwartete Produktion –, entscheidet sich die Mehrheit für die grössere Belegung. Nicht weil wir sie überreden, sondern weil die Zahlen für sich sprechen.

    Häufige Fragen

    Reicht eine 5-kWp-Anlage für ein Einfamilienhaus?

    Für den heutigen Verbrauch eines Haushalts ohne Wärmepumpe und E-Auto oft ja – rechnerisch. In der Praxis fällt aber ein Teil der Produktion in Zeiten, in denen niemand zu Hause ist. Mit Wärmepumpe oder E-Auto ist die Anlage schnell zu klein dimensioniert.

    Wie viele Module sind 5 kWp?

    Mit aktuellen Modulen von 430–450 Wp sind es 11 bis 12 Stück, rund 22 bis 28 m² Fläche.

    Was bringt eine 5-kWp-Anlage pro Jahr?

    Im Mittelland typischerweise etwa 4’500 bis 5’500 kWh – abhängig von Ausrichtung, Neigung und Verschattung. Ein Süddach ohne Schatten liegt oben, ein reines Ostdach darunter.

    Lohnt sich bei 5 kWp ein Speicher?

    Selten von Anfang an – bei kleiner Produktion bleibt wenig Überschuss zum Speichern. Sinnvoller ist meist, die Anlage grösser zu bauen. Die Einordnung: Lohnt sich ein Stromspeicher?

    Kostenlose Erstberatung

    5 kWp oder doch Vollbelegung?

    Wir rechnen Ihnen beide Varianten transparent nebeneinander – kostenlos und unverbindlich.

    Quellen: Pronovo AG, EnergieSchweiz (sonnendach.ch), Swissolar.

    Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026 · Autor: ecoEn Redaktion