Der Solar Manager ist ein herstellerunabhängiger Energiemanager der Solar Manager AG aus Muri (Aargau). Er misst laufend, wie viel Solarstrom übrig ist, und verteilt ihn nach Ihrer Priorität an Wärmepumpe, Boiler, Wallbox, Speicher oder Heizstab – auch wenn die Geräte von verschiedenen Herstellern stammen. Laut Swissolar-Batteriemonitor 2026 ist er das meistverkaufte Energiemanagementsystem der Schweizer Installationsbetriebe. Wir installieren und konfigurieren ihn in der Region Zürich, meist zusammen mit der Solaranlage; das Abo kostet ab CHF 44 pro Jahr (Herstellerangabe). (Stand: September 2026)
Das Wichtigste in Kürze
- Herstellerunabhängig: Wechselrichter von A, Wärmepumpe von B, Wallbox von C – der Solar Manager bringt sie zusammen.
- Steuert Wärmepumpe (SG-Ready), bis zu 10 Ladestationen, Boiler/Heizstab, Batteriespeicher und Relais nach Solarüberschuss oder dynamischem Tarif.
- Schweizer Produkt: 64 Prozent der befragten Swissolar-Mitglieder verkaufen ihn (Batteriemonitor 2026).
- Abo: BASIC CHF 44 pro Jahr, PREMIUM CHF 66 pro Jahr; im ersten Jahr enthalten (Herstellerangabe, Stand September 2026).
- Lohnt sich ab zwei steuerbaren Grossverbrauchern – bei einer einzelnen Wallbox reicht oft deren eigene Funktion.
Was macht der Solar Manager – und was nicht?
Der Solar Manager ist keine App für den Wechselrichter, sondern eine eigene Steuerzentrale im Verteilerschrank. Er liest die Produktion der Solaranlage und den Bezug am Hausanschluss (über Wechselrichter-Schnittstelle oder eigenen Zähler) und entscheidet im Sekundentakt, wohin der Überschuss fliesst. Die Reihenfolge legen Sie fest – etwa: zuerst Warmwasser, dann E-Auto, dann Speicher, den Rest ins Netz. Wie Überschussladen grundsätzlich funktioniert, erklärt der Beitrag Überschussladen; die Grundlagen zum Eigenverbrauch der Beitrag Eigenverbrauch optimieren.
Was er nicht ist: ein Ersatz für die Steuerung, die im Wechselrichter-Ökosystem schon vorhanden ist. Wer eine reine Fronius- oder Huawei-Anlage mit Wallbox derselben Marke hat, steuert das Überschussladen oft ohne Zusatzgerät. Der Solar Manager spielt seine Stärke aus, sobald Geräte verschiedener Hersteller zusammenkommen – und das ist in der Praxis der Normalfall: Die Wärmepumpe wählt der Heizungsbauer, die Wallbox kommt mit dem Auto, der Wechselrichter mit der Solaranlage.
Welche Geräte steuert der Solar Manager?
| Verbraucher / Quelle | Anbindung (Beispiele) | Nutzen |
|---|---|---|
| Wärmepumpe | SG-Ready-Kontakt oder Hersteller-Schnittstelle | Warmwasser und Puffer bei Sonnenüberschuss aufheizen |
| Wallbox / Ladestation | bis zu 10 Stationen, viele Marken (Zaptec, go-e, KEBA, Easee, Wattpilot u. a.) | Überschussladen, Lastmanagement für mehrere Ladepunkte |
| Boiler / Heizstab | Relais, stufenlos steuerbare Heizstäbe | günstiges Warmwasser statt Einspeisung |
| Batteriespeicher | Wechselrichter-Schnittstelle | Lade-Modi, Priorität gegenüber anderen Verbrauchern |
| Wechselrichter | Fronius, Huawei, SMA, SolarEdge, Kostal u. v. m. | Produktions- und Bezugsdaten |
| Dynamischer Tarif | Tarifdaten des EW | Laden und Heizen in günstige Stunden verschieben |
Auswahl gemäss Herstellerliste, Stand: September 2026. Massgebend ist die aktuelle Liste der unterstützten Geräte auf solarmanager.ch; wir prüfen die Kompatibilität Ihrer Geräte vor der Offerte.
Die Bedienung läuft über App und Web-Portal: Live-Ansicht, Prioritäten, Zeitfenster und Auswertungen. Die PREMIUM-Stufe ergänzt eine lernende Optimierung, Energieberichte, Fahrzeug-Ladestand und eine Analyse der Anlagenleistung.
Für wen lohnt sich der Solar Manager – und für wen nicht?
Lohnend:
- Solaranlage plus Wärmepumpe plus E-Auto – drei Grossverbraucher, oft drei Hersteller. Das ist der Klassiker; die Kombination Wärmepumpe und Solar behandelt der Beitrag Wärmepumpe und Photovoltaik kombinieren.
- Mehrfamilienhäuser mit mehreren Ladeplätzen, die ein Lastmanagement brauchen.
- Haushalte mit dynamischem Stromtarif, die Verbrauch in günstige Stunden verschieben wollen – Hintergrund im Beitrag Dynamische Stromtarife in der Schweiz.
- Nachrüstung an bestehenden Anlagen: Der Solar Manager braucht keinen bestimmten Wechselrichter.
Weniger lohnend:
- Nur Solaranlage und Speicher, keine weiteren steuerbaren Verbraucher: Das regelt der Hybridwechselrichter allein.
- Eine einzelne Wallbox derselben Marke wie der Wechselrichter (Fronius Wattpilot, Huawei SCharger): Überschussladen geht nativ.
- Geräte ohne Schnittstelle – eine alte Wärmepumpe ohne SG-Ready lässt sich nur grob über ein Relais steuern.
Was kostet der Solar Manager installiert?
Drei Posten: das Gerät, die Installation und Einrichtung durch den Elektrofachbetrieb (Einbau im Verteilerschrank, Zähler, Verkabelung zu den Verbrauchern, Konfiguration der Prioritäten) und das Abo. Das Abo kostet gemäss Hersteller CHF 44 pro Jahr (BASIC) bzw. CHF 66 pro Jahr (PREMIUM); im ersten Jahr ist BASIC enthalten, die ersten drei Monate laufen als PREMIUM zum Testen. Gerät und Installation offerieren wir anlagenspezifisch – der Aufwand hängt vor allem davon ab, wie viele Geräte angebunden werden und ob dafür Kabel oder Relais nachgezogen werden müssen. Am günstigsten ist die Installation zusammen mit der Solaranlage, weil Zähler und Verkabelung dann ohnehin geplant werden.
Abo-Preise: Herstellerangabe solarmanager.ch, Stand: September 2026. Installationskosten unverbindlich; massgebend ist die individuelle Offerte.
Welche Alternativen gibt es zum Solar Manager?
- Herstellereigene Manager – Fronius Solar.web mit Wattpilot/Ohmpilot, Huawei EMMA, SMA Home Manager: stark, wenn alles aus einem Ökosystem stammt.
- my-PV – Fokus Warmwasser und Heizstab.
- FEMS (OpenEMS) – bei FENECON-Home-Systemen integriert.
- gridX, evcc – Plattform- bzw. Open-Source-Lösungen mit mehr Eigenaufwand.
Die Abwägung liefert der Energiemanager-Vergleich; die Wallbox-Seite ergänzt, welche Boxen sich gut steuern lassen: Wallbox-Vergleich.
Die Frage «Brauche ich einen Energiemanager?» beantworten wir mit dem Zählen der Grossverbraucher. Bei einem: meistens nein. Bei zwei oder drei von verschiedenen Herstellern: fast immer ja – und dann ist der Solar Manager unsere erste Wahl, weil er über Markengrenzen hinweg funktioniert und wir die Komponenten weiterhin nach Aufgabe statt nach Logo wählen können. Der Aufwand steckt nicht im Gerät, sondern in der Anbindung: Ein SG-Ready-Kontakt an der Wärmepumpe, ein Relais für den Boiler, die Netzwerkverbindung zur Wallbox. Deshalb legen wir diese Verbindungen bei jeder Neuanlage gleich mit – auch wenn der Manager erst später kommt.
Häufige Fragen
Was ist der Solar Manager?
Ein herstellerunabhängiger Energiemanager der Solar Manager AG aus Muri (Aargau). Das Gerät sitzt im Verteilerschrank, misst Solarproduktion und Hausbezug und verteilt den Überschuss nach Ihrer Priorität an Wärmepumpe, Boiler, Wallbox oder Speicher. Bedient wird er über App und Web-Portal; er ist laut Swissolar-Batteriemonitor 2026 das meistverkaufte Energiemanagementsystem der Schweizer Installationsbetriebe.
Was kostet ein Solar Manager?
Gerät und Installation werden anlagenspezifisch offeriert; dazu kommt das Abo mit CHF 44 pro Jahr (BASIC) oder CHF 66 pro Jahr (PREMIUM), im ersten Jahr enthalten (Herstellerangabe, Stand September 2026). Am günstigsten ist der Einbau zusammen mit der Solaranlage, weil Zähler und Verkabelung dann ohnehin geplant werden.
Welche Geräte sind mit dem Solar Manager kompatibel?
Wechselrichter von Fronius, Huawei, SMA, SolarEdge, Kostal und weiteren; Wallboxen von Zaptec, go-e, KEBA, Easee, Fronius und anderen; Wärmepumpen über SG-Ready oder Herstellerschnittstellen; Boiler und Heizstäbe über Relais; Batteriespeicher über den Wechselrichter. Massgebend ist die laufend erweiterte Geräteliste des Herstellers – wir prüfen Ihre Geräte vor der Offerte.
Kann ich den Solar Manager an einer bestehenden Solaranlage nachrüsten?
Ja. Er braucht keinen bestimmten Wechselrichter und lässt sich in den Verteilerschrank einer bestehenden Anlage einbauen. Der Aufwand hängt davon ab, ob die Verbraucher bereits Schnittstellen haben und erreichbar sind – ein SG-Ready-Kontakt an der Wärmepumpe oder ein Netzwerkanschluss an der Wallbox macht die Nachrüstung einfach.
Welche Alternative gibt es zum Solar Manager?
Wenn alle Komponenten aus einem Ökosystem stammen, reicht oft der herstellereigene Manager (Fronius, Huawei, SMA). Für Warmwasser allein ist my-PV eine Option, für FENECON-Speicher das integrierte FEMS. Plattformen wie gridX oder evcc richten sich an technisch versierte Nutzer. Den Überblick gibt der Beitrag Energiemanager im Vergleich.
Ist ein Smart Meter für den Solar Manager nötig?
Nicht zwingend: Der Solar Manager kann die Messwerte des Wechselrichters oder eines eigenen Zählers nutzen. Der Smart Meter des Netzbetreibers dient der Abrechnung; für dynamische Tarife ist er die Voraussetzung. Was der Smart Meter in der Schweiz kann, erklärt der Beitrag Smart Meter in der Schweiz.
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Quellen: Solar Manager AG, Preise und Abo-Funktionen sowie Liste der unterstützten Geräte (solarmanager.ch, Stand September 2026); Swissolar, Batteriemonitor Schweiz 2026 (Energiemanagementsysteme); Praxiserfahrung der ecoEn GmbH (Region Zürich). Stand September 2026.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026 · Autor: ecoEn Redaktion

