Dach prüfen, Offerten vergleichen, entscheiden, melden, montieren, anschliessen, anmelden – das ist der ganze Weg. Ihr aktiver Aufwand konzentriert sich auf die ersten drei Schritte; ab der Unterschrift übernimmt bei einem guten Anbieter weitgehend der Betrieb. Gesamtdauer typischerweise zwei bis vier Monate.
Das Wichtigste in Kürze
- Nur die Schritte 1–3 brauchen Ihre aktive Zeit – zusammen wenige Stunden.
- Der längste Wartepunkt ist selten die Montage, sondern Fristen von Netzbetreiber und Gerüstplanung.
- Kommunale Fördergesuche gehören VOR den Baubeginn – der einzige Schritt, der sich nicht nachholen lässt.
Schritt 1 — Dach checken
sonnendach.ch öffnen, Adresse eingeben, Eignung ablesen. Dazu zwei Fragen an sich selbst: Steht in den nächsten zehn Jahren eine Dachsanierung an? Und was kommt an Verbrauchern dazu – E-Auto, Wärmepumpe? Diese Antworten bestimmen die Anlagengrösse mehr als jede Software.
Schritt 2 — Offerten einholen
Zwei bis drei regionale Betriebe anfragen, allen dieselben Eckdaten geben: Jahresverbrauch (Stromrechnung), Zukunftspläne, Speicher ja/nein/später. Nach der Besichtigung kommen die Offerten – vergleichen Sie sie mit der Checkliste, nicht mit dem Bauchgefühl.
Schritt 3 — Entscheiden und unterschreiben
Preis pro kWp, Vollständigkeit, Komponenten, Referenzen – wenn diese vier Punkte stimmen, ist die Entscheidung reif. Klären Sie vor der Unterschrift den Zahlungsplan und den groben Terminrahmen. Ab hier wechselt die Arbeit die Seite.
Schritt 4 — Bewilligung & Anmeldungen
Der Betrieb reicht das Meldeverfahren bei der Gemeinde und das Anschlussgesuch beim Netzbetreiber ein. Ihr einziger Pflichtpunkt: Falls Ihre Gemeinde einen Förderbeitrag zahlt, muss das Gesuch jetzt gestellt werden – vor Baubeginn (warum das so wichtig ist). In Kernzonen oder bei Schutzobjekten dauert es länger (Details Kanton Zürich).
Schritt 5 — Montage
Gerüst, Unterkonstruktion, Module, dann die Elektroarbeiten im Haus. Sie müssen nicht anwesend sein; Zugang zu Zählerkasten und Technikraum genügt. Kleiner Realitätscheck: Zwischen Unterschrift und Gerüststellung vergehen je nach Saison mehrere Wochen – Material und Teams werden eingeplant, das ist normal.
Schritt 6 — Anschluss & Abnahme
Der Netzbetreiber stellt die Messung um bzw. gibt die Anlage frei, die unabhängige Kontrolle prüft die Installation, dann geht die Anlage ans Netz. Bei der Übergabe gehören dazu: Anlagedokumentation, Einweisung ins Monitoring und die Garantieunterlagen.
Schritt 7 — Förderung & Steuern
Das Einmalvergütungs-Gesuch bei Pronovo wird nach Inbetriebnahme eingereicht – bei uns Standard im Projektumfang. Sie selbst legen nur noch die Rechnungen für den Steuerabzug in den Steuerordner. Fertig.
Der Zeitplan auf einen Blick
| Schritt | Wer | Dauer (typisch) |
|---|---|---|
| 1 Dach checken | Sie | 10 Minuten |
| 2 Offerten | Sie + Betriebe | 1–3 Wochen |
| 3 Entscheid | Sie | 1 Abend |
| 4 Anmeldungen | Betrieb | 2–6 Wochen (parallel zur Planung) |
| 5 Montage | Betrieb | 2–4 Arbeitstage |
| 6 Anschluss & Abnahme | Betrieb + EW | 1–4 Wochen |
| 7 EIV & Steuern | Betrieb/Sie | Gesuch nach Inbetriebnahme; Auszahlung dauert Monate |
| Gesamt: Unterschrift → Anlage läuft | typischerweise 2–4 Monate |
Richtwerte, Stand: Juli 2026 – abhängig von Saison, Gemeinde und Netzbetreiber.
Woran Projekte in der Region tatsächlich Zeit verlieren, ist selten die Technik: Es sind die Schnittstellen – ein Anschlussgesuch, das auf Rückfrage wartet, ein Gerüsttermin, der mit der Dachdeckerin koordiniert werden muss, eine Kernzonen-Abklärung. Deshalb lohnt sich ein Betrieb, der diese Wege kennt und die Fristen aktiv nachfasst, mehr als jede Woche Preisverhandlung.
Häufige Fragen
Wie viel Zeit muss ich selbst investieren?
Realistisch wenige Stunden: Dachcheck, zwei bis drei Beratungsgespräche, Offertenvergleich, Entscheid. Alles Weitere ist beim richtigen Anbieter dessen Aufgabe.
Kann ich im Winter bauen?
Ja – Montage ist ganzjährig möglich, solange das Dach sicher begehbar ist. Die Wartezeiten sind im Winterhalbjahr oft kürzer; die Anlage ist dann bereit, wenn die ertragsstarken Monate beginnen.
Was kann den Zeitplan sprengen?
Die drei Klassiker: Kernzone/Schutzobjekt (Baugesuch statt Meldung), Sanierungsbedarf am Dach, der erst auf dem Gerüst sichtbar wird, und Rückfragen des Netzbetreibers bei speziellen Anschlusssituationen.
Wann fliesst die Einmalvergütung?
Das Gesuch geht nach der Inbetriebnahme an Pronovo; bis zur Auszahlung vergehen erfahrungsgemäss mehrere Monate. Einplanen, nicht einrechnen – Details: Pronovo-Wartezeiten.
Kostenlose Erstberatung
Schritt 2 beginnt mit einem Anruf.
Besichtigung, transparente Offerte, komplette Administration – wir begleiten alle 7 Schritte.
Quellen: EnergieSchweiz, Pronovo AG, VSE/Netzbetreiber-Prozesse.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026 · Autor: ecoEn Redaktion

