Kurzantwort

Eine 20-kWp-Anlage ist eine grosse Dachanlage – für ein grosses Einfamilienhaus, ein Haus mit Wärmepumpe und E-Auto oder ein kleines Mehrfamilienhaus. Als Richtwert liegt sie inklusive Installation etwa im Bereich von CHF 34’000 bis 46’000, wobei der Preis pro Kilowatt-Peak tendenziell tiefer ausfällt als bei kleineren Anlagen – grössere Anlagen verteilen die Fixkosten auf mehr Leistung. Davon geht die Einmalvergütung ab, die bei dieser Grösse mehrere Tausend Franken ausmacht. (Stand: Juli 2026)

Das Wichtigste in Kürze

  • 20 kWp ist eine grosse Anlage – für grosse EFH, Haushalte mit WP und E-Auto oder kleine MFH.
  • Richtwert inkl. Installation: rund CHF 34’000–46’000, vor Förderung.
  • Der Preis pro kWp sinkt tendenziell gegenüber kleineren Anlagen (Fixkosten auf mehr Leistung).
  • Die Einmalvergütung macht bei dieser Grösse mehrere Tausend Franken aus.
  • Ab dieser Grösse lohnt der Blick auf Eigenverbrauchskonzept und ZEV.

Was kostet eine 20-kWp-Anlage konkret?

Als Richtwert liegt eine 20-kWp-Anlage inklusive Installation etwa im Bereich von CHF 34’000 bis 46’000 – vor Abzug der Förderung. Die Spanne ist breit, weil Dachtyp, Komplexität, Modulwahl und ein allfälliger Speicher den Preis erheblich verschieben. Wie sich der Preis grundsätzlich zusammensetzt, zeigt der Beitrag Kosten pro kWp; die kleineren Schwestern dieser Anlage behandeln die Beiträge zur 15-kWp-Anlage und zur 10-kWp-Anlage.

Ein wichtiger Effekt bei dieser Grösse: Der Preis pro Kilowatt-Peak sinkt tendenziell gegenüber einer kleinen Anlage. Der Grund liegt in den Fixkosten – Gerüst, Planung, Anschluss, Anfahrt fallen ähnlich an, ob man 10 oder 20 kWp baut, und verteilen sich bei der grösseren Anlage auf mehr Leistung. Eine 20-kWp-Anlage kostet deshalb nicht das Doppelte einer 10-kWp-Anlage, sondern spürbar weniger als das Doppelte.

GrösseRichtwert (inkl. Installation, vor Förderung)Preis pro kWp
10 kWpsiehe 10-kWp-Ratgebermittel
15 kWpsiehe 15-kWp-Ratgebertiefer
20 kWprund CHF 34’000–46’000am tiefsten in dieser Reihe

Richtwerte, Stand: Juli 2026. Die tatsächlichen Kosten hängen stark von Dach, Komplexität und Ausstattung ab – massgebend ist die individuelle Offerte.

Wie viel Einmalvergütung bekomme ich für 20 kWp?

Die Einmalvergütung (die KLEIV für Kleinanlagen) wird pro Kilowatt-Peak bemessen, und bei 20 kWp summiert sie sich auf mehrere Tausend Franken. Für Anlagen bis 30 kWp gilt der höhere Ansatz pro kWp; die genauen Sätze und der Ablauf des Gesuchs stehen im Beitrag zur Einmalvergütung. Massgebend sind die jeweils aktuellen Ansätze von Pronovo.

Damit sinken die Nettokosten spürbar. Wichtig ist wie immer die Reihenfolge und die korrekte Anmeldung – die Einmalvergütung wird nach der Inbetriebnahme beantragt, gehört aber von Anfang an in die Planung.

Für wen lohnt sich eine 20-kWp-Anlage?

Für drei Situationen ist diese Grösse gemacht. Erstens das grosse Einfamilienhaus mit entsprechend viel Dachfläche. Zweitens der Haushalt, der seinen Verbrauch bewusst ausbaut: Wer Wärmepumpe und E-Auto betreibt, hat einen viel höheren Strombedarf als der Durchschnitt – und für den lohnt sich eine grössere Anlage, weil mehr Eigenverbrauch möglich ist. Drittens das kleine Mehrfamilienhaus, wo sich mit einem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch mehrere Parteien den Solarstrom teilen.

Der rote Faden dabei: Ab dieser Grösse entscheidet nicht mehr nur die Dachfläche, sondern das Eigenverbrauchskonzept. Eine grosse Anlage, deren Strom mittags ungenutzt ins Netz fliesst, schöpft ihr Potenzial nicht aus. Ob sich ein Speicher lohnt, ist eine eigene Rechnung – die Grössenordnungen zeigt der Beitrag zur Solaranlage mit Speicher. Die ehrliche Reihenfolge lautet: erst den Verbrauch und sein Zeitprofil anschauen, dann die Anlage darauf dimensionieren.

Aus der Praxis

Bei 20 kWp verschiebt sich das Gespräch weg von der reinen Dachfläche hin zum Verbrauch. Wer so viel Leistung baut, hat meist einen Grund – ein grosses Haus, eine Wärmepumpe, ein E-Auto oder Mieter, die mitversorgt werden sollen. Und genau da setzen wir an: Eine 20-kWp-Anlage ist nur so gut wie das Konzept, das ihren Strom nutzt. Wir sehen gelegentlich grosse Anlagen, die mittags fast alles einspeisen, weil niemand zu Hause ist und keine Steuerung greift – schade um das Potenzial. Was wir jedem raten, der in diese Grössenordnung geht: Rechnen Sie die Anlage vom Verbrauch her, nicht vom Dach. Dann passt die Grösse, und der Strom bleibt im Haus.

Häufige Fragen

Was kostet eine 20-kWp-Solaranlage in der Schweiz?

Als Richtwert rund CHF 34’000 bis 46’000 inklusive Installation, vor Abzug der Einmalvergütung. Die Spanne ist breit, weil Dachtyp, Komplexität, Modulwahl und ein allfälliger Speicher den Preis stark verschieben. Massgebend ist die individuelle Offerte – die Zahl aus dem Internet ersetzt die Besichtigung nicht.

Ist eine 20-kWp-Anlage pro kWp günstiger als eine kleine?

Tendenziell ja. Fixkosten wie Gerüst, Planung, Anschluss und Anfahrt fallen ähnlich an, egal ob man 10 oder 20 kWp baut, und verteilen sich bei der grösseren Anlage auf mehr Leistung. Eine 20-kWp-Anlage kostet deshalb nicht das Doppelte einer 10-kWp-Anlage, sondern spürbar weniger.

Wie viel Einmalvergütung gibt es für 20 kWp?

Mehrere Tausend Franken – die Einmalvergütung wird pro Kilowatt-Peak bemessen, und für Anlagen bis 30 kWp gilt der höhere Ansatz. Die genauen aktuellen Sätze legt Pronovo fest. Beantragt wird sie nach der Inbetriebnahme, gehört aber von Anfang an in die Planung.

Für wen lohnt sich eine so grosse Anlage?

Für grosse Einfamilienhäuser, für Haushalte mit Wärmepumpe und E-Auto und für kleine Mehrfamilienhäuser mit Zusammenschluss zum Eigenverbrauch. Entscheidend ist ab dieser Grösse das Eigenverbrauchskonzept: Eine grosse Anlage lohnt sich, wenn ihr Strom auch genutzt wird – sonst fliesst er günstig ins Netz.

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Quellen: Marktübliche Richtwerte Schweizer Anbieter (Stand Juli 2026), Pronovo (Einmalvergütung), Erfahrungswerte aus Anlagenprojekten der ecoEn GmbH, Region Zürich.

Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026 · Autor: ecoEn Redaktion