In Fällanden ist die Rücklieferung Sache der Werke Fällanden (EWF). Wie im ganzen Kanton Zürich gilt 2026 das Marktpreismodell: Die Basisvergütung folgt dem vierteljährlichen Referenz-Marktpreis des Bundes, der aktuell tief liegt (Q2 2026: 3,90 Rp./kWh) – für Anlagen bis 30 kW greift deshalb die gesetzliche Mindestvergütung von 6,00 Rp./kWh. Kantonale PV-Beiträge gibt es keine – dafür Einmalvergütung des Bundes und Steuerabzug. (Stand: Juli 2026)
Das Wichtigste in Kürze
- Ihr Netzbetreiber in Fällanden ist das EWF (Werke Fällanden) – ein Gemeindewerk, das den Rückliefertarif festlegt.
- Aktuell gilt für kleine Anlagen die gesetzliche Mindestvergütung von 6,00 Rp./kWh; den EWF-spezifischen Ansatz nennt das lokale Tarifblatt.
- Keine direkte kantonale PV-Förderung; Basis sind Bundes-Einmalvergütung und Steuerabzug.
- Ein eigenes kommunales PV-Programm ist in Fällanden derzeit nicht bekannt – Stand auf energiefranken.ch prüfen.
- Kosten-Richtwert Einfamilienhaus: rund CHF 22’000–30’000 für 10 kWp; bei Mehrfamilienhäusern rechnet man pro kWp meist günstiger.
- Rund um den Greifensee stehen viele Mehrfamilienhäuser und Stockwerkeigentum – dort stellt sich früh die Frage: Eigenverbrauch oder alles einspeisen?
Was gilt in Fällanden: Netzbetreiber, Tarif und Förderung?
| Faktor | In Fällanden | Wo Sie es nachschlagen |
|---|---|---|
| Netzbetreiber / Rückliefertarif | EWF (Werke Fällanden) | Rückliefertarife-Übersicht |
| Kantonale PV-Förderung | keine direkte (wie kantonsweit) | Förderung Kanton Zürich |
| Bundesförderung | Einmalvergütung ~CHF 360/kW (integriert 400) | Einmalvergütung erklärt |
| Steuerabzug | voll abziehbar (bestehende Bauten) | Solaranlage Steuerabzug |
| Gemeindebeitrag | PLZ-Check nötig | energiefranken.ch |
Richtwerte, Stand: Juli 2026. Verbindlich sind die jeweils aktuellen Bestimmungen bzw. eine individuelle Offerte.
Wie wird Ihr Solarstrom in Fällanden vergütet?
Fällanden hat mit dem EWF ein eigenes Gemeindewerk. Am Modell ändert das 2026 nichts: Auch das EWF vergütet nach dem Marktpreismodell des neuen Stromgesetzes. Basis ist der vierteljährliche Referenz-Marktpreis des Bundes, der aktuell tief liegt (Q2 2026: 3,90 Rp./kWh) – nach unten abgesichert durch die gesetzliche Mindestvergütung von 6,00 Rp./kWh für Anlagen bis 30 kW, die deshalb derzeit greift.
Den standortgenauen Ansatz und einen allfälligen Zuschlag für den Herkunftsnachweis publiziert das EWF im eigenen Tarifblatt; die Systematik und den Vergleich mit den grösseren Werken finden Sie in unserer Rückliefertarife-Übersicht. Für die Wirtschaftlichkeit zählt der Jahresschnitt, nicht das beste Quartal.
Welche Förderung bekommen Sie in Fällanden?
Die Basis ist der Bund mit der Einmalvergütung (EIV): rund CHF 360 pro kW für angebaute, CHF 400 pro kW für dachintegrierte Anlagen (unter 30 kW), für eine 10-kW-Anlage also gut CHF 3’600. Dazu der Steuerabzug für Investitionen an bestehenden Gebäuden. Eine kantonale PV-Direktförderung gibt es nicht.
Ein eigenes kommunales PV-Programm ist in Fällanden nach aktuellem Stand nicht bekannt. Bei grösseren Anlagen auf Mehrfamilienhäusern wird die Förderlogik ohnehin etwas komplexer – etwa wenn ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch dazukommt. Den aktuellen Stand prüfen Sie auf energiefranken.ch; wir übernehmen die Abklärung mit der Offerte.
Massgebend sind die aktuellen Bestimmungen von Pronovo bzw. der Gemeinde. Stand: Juli 2026.
Was kostet eine Solaranlage in Fällanden?
| Anlagengrösse | Kosten-Richtwert (schlüsselfertig, inkl. MWST) | Passend für |
|---|---|---|
| 10 kWp | CHF 22’000–30’000 | Einfamilienhaus |
| 30 kWp | CHF 45’000–65’000 | grösseres MFH / STWEG |
| ab ~70 kWp | individuell (Grossanlage) | Überbauung, Gewerbe |
Richtwerte inkl. Montage und Anschluss, Stand: Juli 2026, unverbindlich; massgebend ist die individuelle Offerte. Pro kWp wird es bei grösseren Anlagen tendenziell günstiger. Details: Solaranlage Kosten und MFH-Anlagen.
Mehrfamilienhaus & Stockwerkeigentum: Eigenverbrauch oder alles einspeisen?
Rund um den Greifensee und im Dorfkern von Fällanden stehen viele Mehrfamilienhäuser und Überbauungen im Stockwerkeigentum. Dort stellt sich eine Frage, die beim Einfamilienhaus kaum eine Rolle spielt: Soll der Solarstrom im Haus verbraucht oder vollständig ins Netz eingespeist werden?
In den meisten Fällen ist der Eigenverbrauch wirtschaftlicher – jede selbst genutzte Kilowattstunde ist mehr wert als jede eingespeiste, weil sie den vollen Bezugstarif erspart. Bei mehreren Parteien organisiert man das über einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV). Es gibt aber Konstellationen, in denen die volle Netzeinspeisung bewusst gewählt wird – etwa wenn im Gebäude tagsüber wenig Verbrauch anfällt oder die Abrechnung unter den Eigentümern schlank bleiben soll. Welcher Weg passt, entscheidet sich am Verbrauchsprofil, nicht am Prinzip (Eigenverbrauch oder einspeisen?).
In Fällanden haben wir 2023 und 2024 an der Sagiwäg und an der Toktergasse zwei Anlagen im Stockwerkeigentum realisiert – zusammen über 100 kWp auf zwei Mehrfamilienhäusern. Der Strom bleibt bewusst im Haus: Eigenverbrauch über einen ZEV, dazu Eigenverbrauchsoptimierung und die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität mit Lastgang-Management, damit die Autos dann laden, wenn die Sonne liefert und der Hausanschluss es hergibt. Genau daran zeigt sich, warum bei einer STWEG die Betriebsfrage vor die Technikfrage gehört – wir rechnen sie vor jeder Offerte durch, statt sie vorwegzunehmen.
Häufige Fragen
Welcher Netzbetreiber ist für Fällanden zuständig?
Das EWF (Werke Fällanden), das Gemeindewerk. Es legt den Rückliefertarif fest und wickelt den Netzanschluss ab; die Vergütung folgt dem Marktpreismodell mit 6,00 Rp./kWh Mindestvergütung bis 30 kW – aktuell der massgebende Wert.
Lohnt sich eine Solaranlage in Fällanden?
In den meisten Fällen ja – über Eigenverbrauch, Einmalvergütung und Steuerabzug. Bei Mehrfamilienhäusern kommt es stark auf die Wahl zwischen Eigenverbrauch und Einspeisung an.
Was ist besser: Eigenverbrauch oder Vollnetzeinspeisung?
Meist der Eigenverbrauch, weil selbst genutzter Strom mehr wert ist als eingespeister. Die volle Einspeisung kann bei tiefem Tagesverbrauch oder für eine einfache Abrechnung im Stockwerkeigentum sinnvoll sein. Das entscheidet das Verbrauchsprofil.
Was kostet eine Anlage auf einem Mehrfamilienhaus?
Für rund 30 kWp liegen die Richtwerte bei CHF 45’000–65’000 (Stand Juli 2026, unverbindlich). Pro kWp wird es bei grösseren Anlagen günstiger; verbindlich ist die Offerte.
Brauchen wir im Stockwerkeigentum einen Beschluss?
Ja, in der Regel einen Beschluss der Stockwerkeigentümergemeinschaft. Wir unterstützen mit den technischen Grundlagen für die Versammlung und der Planung des Zusammenschlusses.
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Ob Einfamilienhaus, MFH oder Stockwerkeigentum: Wir klären Dach, Tarif, Förderung und die passende Eigenverbrauchslösung – kostenlos und unverbindlich.
Quellen: Werke Fällanden (Rückliefertarife), Bundesamt für Energie (Referenz-Marktpreis), Pronovo AG, Kanton Zürich (Energieförderung), energiefranken.ch.
Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026 · Autor: ecoEn Redaktion

