Kurzantwort

In Frauenfeld ist die Rücklieferung Sache von Thurplus, dem Werk der Stadt. Thurplus hat 2026 vom Fixtarif (zuvor 13,7 Rp.) auf den quartalsweisen Referenz-Marktpreis des Bundes umgestellt, mit der gesetzlichen Mindestvergütung von 6 Rp./kWh für Anlagen bis 30 kW – die derzeit greift, weil der Marktpreis darunter liegt. Der Herkunftsnachweis ist nicht in der Vergütung enthalten, sondern wird separat über das Kundenportal verkauft. Dazu kommen die Einmalvergütung des Bundes, das Förderprogramm des Kantons Thurgau und der Steuerabzug. (Stand: Juli 2026)

Das Wichtigste in Kürze

  • Ihr Netzbetreiber in Frauenfeld ist Thurplus, das Werk der Kantonshauptstadt.
  • Thurplus vergütet seit 2026 den Referenz-Marktpreis mit 6 Rp./kWh Mindestvergütung bis 30 kW – der frühere Fixtarif von 13,7 Rp. ist Geschichte.
  • Der Herkunftsnachweis (HKN) ist bei Thurplus nicht inbegriffen – er wird separat über das Kundenportal verkauft.
  • Der Kanton Thurgau führt ein Förderprogramm; die Basis bilden zudem Bundes-Einmalvergütung und Steuerabzug.
  • Kosten-Richtwert Einfamilienhaus: rund CHF 22’000–30’000 für 10 kWp (unverbindlich, massgebend ist die Offerte).
  • Als Kantonshauptstadt vereint Frauenfeld eine historische Altstadt an der Murg mit Wohnquartieren und grossen Gewerbe- und Verwaltungsdächern.

Was gilt in Frauenfeld: Netzbetreiber, Tarif und Förderung?

FaktorIn FrauenfeldWo Sie es nachschlagen
Netzbetreiber / RückliefertarifThurplus (Werk der Stadt)Rückliefertarif Thurgau
Kantonale FörderungFörderprogramm Kanton ThurgauFörderung Kanton Thurgau
BundesförderungEinmalvergütung ~CHF 360/kW (integriert 400)Einmalvergütung erklärt
Steuerabzugvoll abziehbar (bestehende Bauten)Solaranlage Steuerabzug
Herkunftsnachweis (HKN)separat über KundenportalHKN verkaufen

Richtwerte, Stand: Juli 2026. Verbindlich sind die jeweils aktuellen Bestimmungen bzw. eine individuelle Offerte.

Wie wird Ihr Solarstrom in Frauenfeld vergütet?

In Frauenfeld ist Thurplus, das Werk der Kantonshauptstadt, Ihr Netzbetreiber. Thurplus zeigt exemplarisch den Systemwechsel des neuen Energierechts: Bis Ende 2025 galt ein fester Satz von 13,7 Rp./kWh, seit 2026 gilt das Marktmodell – Basis ist der quartalsweise gemittelte Referenz-Marktpreis des Bundes, abgesichert durch die gesetzliche Mindestvergütung von 6 Rp./kWh für Anlagen bis 30 kW (6,2 Rp. bis 150 kW ohne Eigenverbrauch).

Diese Untergrenze ist 2026 relevant: Der Referenz-Marktpreis lag im zweiten Quartal bei rund 3,9 Rp./kWh und damit unter der Mindestvergütung – für die eingespeiste Kilowattstunde greifen aktuell die 6 Rappen. Ein Detail mit Geldwert: Thurplus schliesst den Herkunftsnachweis (HKN) nicht in die Vergütung ein – er wird separat über das Kundenportal verkauft. Wer diesen Schritt auslässt, verschenkt den ökologischen Mehrwert. Die vollständige Systematik erklärt der Beitrag Rückliefertarif Thurgau; wie sich der HKN verkaufen lässt, zeigt Herkunftsnachweis verkaufen. Rechnen Sie über den Jahresschnitt und halten Sie den Eigenverbrauch hoch.

Welche Förderung bekommen Sie in Frauenfeld?

Anders als der Kanton Zürich führt der Kanton Thurgau ein Förderprogramm Energie; wie es Photovoltaik behandelt und welche Beiträge aktuell gelten, behandelt der Beitrag Förderung im Kanton Thurgau – prüfen Sie den Stand vor dem Gesuch, da Programme und Kontingente jährlich ändern.

Die Basis bleibt der Bund: die Einmalvergütung (EIV) über Pronovo, rund CHF 360 pro kW für angebaute, CHF 400 pro kW für dachintegrierte Anlagen (unter 30 kW) – für eine 10-kW-Anlage gut CHF 3’600. Dazu kommt der Steuerabzug bei Staats- und Bundessteuer. Ein allfälliges kommunales Zusatzprogramm prüfen Sie PLZ-genau auf energiefranken.ch. Gesuche sind in der Regel vor Baubeginn zu stellen; diese Abklärung übernehmen wir bei jeder Offerte.

Massgebend sind die aktuellen Bestimmungen von Pronovo, Kanton und Gemeinde. Stand: Juli 2026.

Was kostet eine Solaranlage in Frauenfeld?

Der Preis hängt am Dach, nicht an der Postleitzahl:

AnlagengrösseKosten-Richtwert (schlüsselfertig, inkl. MWST)Passend für
6 kWpCHF 16’000–21’000kleineres EFH
10 kWpCHF 22’000–30’000typisches EFH mit Wärmepumpe/E-Auto
mit Speicher (10 kWp + ~10 kWh)Aufpreis CHF 7’000–11’000hoher Eigenverbrauch, Notstromwunsch

Richtwerte inkl. Montage und Anschluss, Stand: Juli 2026, unverbindlich; massgebend ist die individuelle Offerte. Details: Solaranlage Kosten und 10-kWp-Anlage.

Welche Dächer prägen Frauenfeld?

Als Kantonshauptstadt ist Frauenfeld vielfältig gebaut: die historische Altstadt an der Murg, Wohnquartiere mit Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern und – dank Verwaltung, Militär und Gewerbe – zahlreiche grosse Dachflächen. Für Photovoltaik ist entsprechend viel Potenzial vorhanden.

Auf grossen Gewerbe- und Verwaltungsdächern entscheidet das Verbrauchsprofil über die Wirtschaftlichkeit – wo tagsüber viel Strom fliesst, deckt die Anlage einen grossen Teil direkt ab. Auf Mehrfamilienhaus-Flachdächern lohnt sich ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch, damit der Solarstrom im Haus bleibt. In der Altstadt und in ortsbildsensiblen Lagen sind gut integrierte oder dachintegrierte Anlagen der bessere Weg; die Anforderungen klären wir vorab ab. An den Einfamilienhaus-Schrägdächern zählen Ausrichtung, Neigung und Verschattung; ein erster Anhaltspunkt ist sonnendach.ch.

Aus der Praxis

In Frauenfeld ist der Wechsel vom Fixtarif zum Marktmodell noch frisch – viele Bauherrschaften haben ihre Anlage mit 13,7 Rappen gerechnet. Wir stellen die Rechnung deshalb konservativ auf den heutigen Rahmen um und weisen den HKN separat aus, weil Thurplus ihn nicht einschliesst. Genau dieser HKN bleibt sonst gern liegen. Der grösste Hebel für die Wirtschaftlichkeit ist aber wie überall der Eigenverbrauch.

Häufige Fragen

Welcher Netzbetreiber ist für Frauenfeld zuständig?

Thurplus, das Werk der Kantonshauptstadt. Es legt den Rückliefertarif fest und wickelt den Netzanschluss ab. Die Vergütung folgt seit 2026 dem Marktpreismodell mit 6 Rp./kWh Mindestvergütung bis 30 kW.

Warum hat Thurplus den Fixtarif von 13,7 Rp. abgeschafft?

Wegen der Umstellung auf das Marktpreismodell des neuen Energierechts – ein Schritt, den derzeit viele Schweizer Werke vollziehen. Die Vergütung folgt damit dem Strommarkt statt einem festgelegten Satz.

Bekomme ich für den Herkunftsnachweis bei Thurplus Geld?

Ja, aber nicht automatisch: Der HKN ist nicht in der Vergütung enthalten und wird separat über das Kundenportal verkauft. Ohne diesen Schritt verfällt der Mehrwert.

Fördert der Kanton Thurgau meine Solaranlage in Frauenfeld?

Der Kanton Thurgau führt ein Förderprogramm Energie; wie es Photovoltaik behandelt, ändert sich mit Programm und Kontingent. Prüfen Sie den aktuellen Stand vor dem Gesuch. Dazu kommen Bundes-Einmalvergütung und Steuerabzug.

Lohnt sich eine Solaranlage in Frauenfeld?

In den meisten Fällen ja. Die Wirtschaftlichkeit entsteht über Eigenverbrauch, Einmalvergütung, Förderung und Steuerabzug – nicht über die Einspeisung allein.

Was kostet eine 10-kWp-Anlage in Frauenfeld?

Als Richtwert rund CHF 22’000–30’000 schlüsselfertig (Stand Juli 2026, unverbindlich). Der genaue Preis hängt von Dach, Montageart und Zusatzarbeiten ab.

Solaranlage Thurgau: die KantonsseiteWeiterlesen

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Quellen: Thurplus (Stromeinspeisung, Tarifpublikation), Bundesamt für Energie (Referenz-Marktpreis), Pronovo AG, Kanton Thurgau (Förderprogramm Energie), energiefranken.ch.

Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026 · Autor: ecoEn Redaktion