Dachintegriert · Indach · Gestaltung

Indach-Solaranlage: Photovoltaik, die im Dach verschwindet

Bei einer Indach-Anlage ersetzen die Module die Dacheindeckung, statt auf ihr zu liegen: Die Fläche liegt bündig im Dach, ohne aufgeständerte Reihen und ohne sichtbares Gestell. ecoEn plant und montiert dachintegrierte Anlagen in der Region Zürich – vier davon sind seit 2020 in Betrieb, vom Einfamilienhaus in Embrach bis zum Mehrfamilienhaus mit rund 31 kWp in Affoltern am Albis. Indach lohnt sich vor allem dann, wenn das Dach ohnehin neu gedeckt wird, in Kernzonen und bei Schutzobjekten, oder wenn die Optik ein echtes Kriterium ist. Direkter Installateur, kein Vermittler: Planung, Montage und Netzanmeldung aus einer Hand.

4 Anlagendachintegriert realisiert, seit 2020
400/kWEinmalvergütung für integrierte Anlagen
DirektFachbetrieb mit eigenem Montageteam
DichtheitDach und Anlage aus einer Hand

Vier Indach-Dächer – gebaut, nicht gerendert

Dachintegrierte Anlagen sind der Teil unseres Portfolios, den man am wenigsten sieht. Hier sind vier davon mit Eckdaten:

Dachintegrierte Indach-Photovoltaikanlage mit 31,74 kWp auf einem Mehrfamilienhaus in Affoltern am Albis – von ecoEn

Mehrfamilienhaus, Affoltern am Albis

  • 31,74 kWp · 276 dachintegrierte Module
  • Hybrid-Wechselrichter mit rund 20 kWh Speicher und Notstrom
  • Inbetriebnahme 2026
Vollflächiges Indach-Solardach auf einem Mehrfamilienhaus in der Stadt Zürich – von ecoEn

Mehrfamilienhaus, Stadt Zürich

  • 8,19 kWp · 42 dachintegrierte Module
  • vollflächiges Indach-Dach im Stadtgebiet
  • Inbetriebnahme 2021
Indach-Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher und Notstrom auf einem Einfamilienhaus in Ebertswil – von ecoEn

Einfamilienhaus, Ebertswil

  • 9,0 kWp · 56 dachintegrierte Module
  • Batteriespeicher DC-gekoppelt · notstromfähig
  • Inbetriebnahme 2022
Dezente Indach-Solaranlage auf einem Einfamilienhaus in Embrach – von ecoEn

Einfamilienhaus, Embrach

  • 9,36 kWp · 48 dachintegrierte Module
  • Nordost-/Südwest-Dach mit Leistungsoptimierern
  • Inbetriebnahme 2020

Alle realisierten Anlagen mit Eckdaten: Projekte & Referenzen.

So entsteht ein Indach-Dach

  1. Dach beurteilen. Zustand der Eindeckung, Unterdach, Sparrenlage und Restlebensdauer – bei Indach entscheidet das Dach über die Machbarkeit, nicht der Ertrag.
  2. Variante rechnen. Aufdach gegen Indach, mit ehrlicher Gegenüberstellung von Aufpreis, Optik und Ertrag – als Richtwerte, ohne Verkaufsdruck.
  3. Gestaltung klären. Bei Kernzone, Inventarobjekt oder exponierter Lage die Vorabklärung mit der Gemeinde – bevor gerechnet und bestellt wird.
  4. Bewilligung und Förderung. Meldeverfahren oder Baugesuch, Fördergesuche zwingend vor Baubeginn; die höhere Einmalvergütung für integrierte Anlagen melden wir mit an.
  5. Eindeckung und Montage. Alte Deckung ab, Unterdach instand, Indach-System als neue Dachhaut – Dachdecker- und Solararbeit in einem Ablauf, nicht in zwei Terminen.
  6. Inbetriebnahme. Messung, Netzanmeldung, Abnahmeprotokoll und Anmeldung bei Pronovo – die Verantwortung für Dach und Anlage bleibt bei uns.

Wann sich eine Indach-Anlage wirklich lohnt

Indach ist nicht die bessere Aufdach-Anlage – es ist eine andere Aufgabe. In drei Situationen ist sie klar im Vorteil:

SituationWarum Indach hier passt
Das Dach wird ohnehin neu gedecktDie Module übernehmen die Funktion der Eindeckung – Ziegel und ein Teil der Deckarbeit entfallen. Das ist der wirtschaftlich stärkste Moment.
Kernzone, Inventarobjekt, SchutzzoneWo eine aufgeständerte Anlage nicht bewilligt wird, ist die bündige Fläche oft die einzige Variante, die eine Chance hat.
Die Optik ist ein echtes KriteriumExponierte Hanglagen, Ersatzneubauten, anspruchsvolle Architektur – ein ruhiges Dach ohne sichtbares Gestell.

Und der ehrliche Gegenfall: Auf ein intaktes Ziegeldach, das noch zwanzig Jahre hält, gehört in der Regel eine Aufdach-Anlage. Dann eine gute Deckung herauszureissen, um sie durch eine teurere zu ersetzen, rechnet sich fast nie. Die Abwägung im Detail: Indach oder Aufdach – der Vergleich.

Der Aufpreis – und wogegen man ihn rechnet

Eine Indach-Anlage kostet pro Kilowatt-Peak mehr als eine Aufdach-Anlage: mehr Arbeit, Spezialmaterial, höhere Anforderungen an die Ausführung. Das ist unbestritten. Entscheidend ist aber die Vergleichsbasis, und genau hier wird meistens falsch gerechnet.

Wer im Sanierungsmoment baut, vergleicht die Indach-Lösung nicht gegen null, sondern gegen das neue Ziegeldach, das er ohnehin gekauft hätte. Der ehrliche Aufpreis ist die Differenz zwischen beiden – und ein Teil der Nebenkosten fällt bei beiden Varianten gleich an: Gerüst, Entsorgung der alten Deckung, ein Teil der Arbeitsstunden. In dieser Rechnung schrumpft der Abstand deutlich.

Konkrete Zahlen nennen wir hier bewusst keine: Der Aufpreis hängt an Dachform, System, Zugänglichkeit und Zustand des Unterdachs und schwankt von Projekt zu Projekt zu stark für eine Tabelle. Massgebend ist die Offerte nach der Dachbeurteilung. Die Systematik dahinter: Indach oder Aufdach – der Kostenvergleich und Solardach statt Ziegeldach.

Wer haftet für die Dichtheit des Dachs?

Das ist die wichtigste Frage bei jedem Indach-Projekt – und die, die in Offerten am häufigsten offen bleibt. Bei einer Aufdach-Anlage bleibt die Dachhaut unangetastet; wenn es tropft, ist die Zuständigkeit klar. Bei Indach wird die Anlage selbst zum Dach. Damit verschmelzen zwei Gewerke, die sonst getrennt sind: Dachdeckerarbeit und Elektroinstallation.

Wenn beide von verschiedenen Firmen kommen, entsteht genau an dieser Naht die Lücke, die im Schadenfall teuer wird. Wir führen Dachaufbau und Anlage in einem Auftrag – die Verantwortung für die dichte Fläche liegt bei uns und wird vor dem Bau schriftlich geregelt, nicht mündlich vorausgesetzt.

Fragen Sie das bei jeder Indach-Offerte ab, auch bei unserer: Wer haftet für die Dichtheit, über welchen Zeitraum, und was steht dazu im Vertrag? Worauf es bei den Systemen sonst noch ankommt: Indach-Systeme im Vergleich.

Förderung: für integrierte Anlagen zahlt der Bund mehr

Ein Punkt, der in der Aufpreis-Diskussion regelmässig untergeht: Die Einmalvergütung des Bundes unterscheidet nach Anlagekategorie – und dachintegrierte Anlagen liegen höher als angebaute.

AnlagekategorieLeistungsbeitrag Einmalvergütung (unter 30 kW)
angebaut (Aufdach)rund CHF 360 pro kW
integriert (Indach)rund CHF 400 pro kW

Leistungsbeiträge gemäss EnFV Anhang 2.1, Stand: August 2026; dazu kommt der Grundbeitrag. Die Ansätze werden periodisch angepasst – massgebend ist der Stand bei Inbetriebnahme. Einordnung und Ablauf: Einmalvergütung erklärt · Gesuch bei Pronovo stellen.

Der Mehrbetrag deckt den Aufpreis nicht, aber er verkleinert ihn – und er wird oft schlicht nicht mitgerechnet. Dazu kommen der Steuerabzug und je nach Wohnort ein kommunaler Beitrag: Einzelne Gemeinden fördern dachintegrierte Anlagen zusätzlich und eigenständig, etwa Küsnacht. Was in Ihrer Gemeinde gilt, prüfen wir für Ihre Postleitzahl mit – die kantonale Lage steht in der Förderübersicht Kanton Zürich.

Was wir bauen – und was wir nur einordnen

Damit es keine Missverständnisse gibt: Wir arbeiten mit Indach-Systemen, die Standardmodule in die Dachhaut integrieren – das ist die Bauart aller vier oben gezeigten Anlagen. Sie verbindet eine bündige Dachfläche mit dem Wirkungsgrad und der Garantieabdeckung marktüblicher Module.

Daneben gibt es Lösungen, die wir kennen und für Sie einordnen, aber nicht als eigenes Standardangebot führen: kleinteilige Solarziegel, farblich angepasste Module für Schutzobjekte und senkrechte Fassadenflächen. Wenn Ihr Projekt in diese Richtung geht, sagen wir das offen und besprechen es im Einzelfall, statt etwas zu verkaufen, das wir nicht regelmässig bauen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Indach und Aufdach?
Bei der Aufdach-Anlage bleibt die bestehende Dachdeckung liegen und die Module werden auf einem Gestell darüber montiert – das ist der Standard und die günstigere Variante. Bei der Indach-Anlage werden die Module Teil der Dachfläche und übernehmen selbst die Funktion der Dachhaut; die Ziegel darunter entfallen. Das Ergebnis ist eine bündige, ruhige Fläche ohne sichtbares Gestell.
Ist eine Indach-Anlage dicht?
Ja, wenn sie fachgerecht ausgeführt ist – die Systeme sind genau dafür konstruiert und seit Jahren im Einsatz. Entscheidend ist weniger das Produkt als die Ausführung und die Zuständigkeit: Weil die Anlage die Dachhaut ersetzt, verschmelzen Dachdecker- und Elektroarbeit. Wir führen beides in einem Auftrag und regeln die Haftung für die dichte Fläche vor dem Bau schriftlich.
Wie viel teurer ist Indach als Aufdach?
Pro Kilowatt-Peak spürbar teurer – eine allgemeingültige Zahl wäre allerdings irreführend, weil der Abstand stark an Dachform, System und Zustand des Unterdachs hängt. Wichtiger ist die Vergleichsbasis: Wer ohnehin neu eindeckt, rechnet die Indach-Lösung gegen das neue Ziegeldach, nicht gegen null. Dann schrumpft der Aufpreis deutlich. Den projektgenauen Wert liefert die Offerte nach der Dachbeurteilung.
Bringt Indach weniger Ertrag als Aufdach?
Tendenziell etwas weniger, weil die Module in der Dachfläche schlechter hinterlüftet sind und Zellen bei höherer Temperatur an Wirkungsgrad verlieren. Der Effekt ist real, aber kein Ausschlusskriterium – bei den Dächern, für die Indach überhaupt infrage kommt, entscheidet in der Regel die Gestaltung oder der Sanierungsmoment, nicht das letzte Prozent Ertrag.
Ist Indach bei Denkmalschutz oder in der Kernzone erlaubt?
Häufig ist es die einzige Variante, die überhaupt eine Chance hat – pauschal zusagen lässt sich das jedoch nicht, weil Kernzonen, Inventareinträge und eigentlicher Denkmalschutz unterschiedlich streng sind und die Gemeinde im Einzelfall entscheidet. Wir klären das vor der Planung ab, statt es vorauszusetzen. Die Systematik steht im Ratgeber zu Denkmalschutz und Kernzone.
Fördert der Bund dachintegrierte Anlagen stärker?
Ja. Die Einmalvergütung unterscheidet nach Anlagekategorie: Für Anlagen unter 30 kW liegt der Leistungsbeitrag bei rund CHF 360 pro kW für angebaute und rund CHF 400 pro kW für integrierte Anlagen, jeweils zuzüglich Grundbeitrag (EnFV Anhang 2.1, Stand August 2026). Der Mehrbetrag deckt den Aufpreis nicht, verkleinert ihn aber – und wird oft nicht mitgerechnet.
Bauen Sie auch Solarziegel oder farbige Module?
Unser Standardangebot sind Indach-Systeme, die Standardmodule in die Dachhaut integrieren – so sind alle vier gezeigten Anlagen gebaut. Kleinteilige Solarziegel, farblich angepasste Module und Fassadenanlagen ordnen wir für Sie ein und besprechen sie im Einzelfall, führen sie aber nicht als regelmässiges Standardangebot. Was wir nicht laufend bauen, verkaufen wir auch nicht so.

Wissen zur dachintegrierten Photovoltaik

Dachsanierung geplant? Dann ist jetzt der Moment.

Wir beurteilen Ihr Dach und stellen Aufdach und Indach als Richtwerte nebeneinander – inklusive Förderkulisse und der ehrlichen Aussage, wenn sich der Aufpreis in Ihrem Fall nicht lohnt.