Der Kanton Zug hat mit durchschnittlich 40,8 kWp pro Anlage die grössten Solaranlagen der ganzen Schweiz – deutlich über dem gesamtschweizerischen Mittel von 26,1 kWp. Insgesamt sind rund 124,7 Megawatt auf 3’056 Anlagen installiert. Neue Anlagen werden der Gemeinde als Bauanzeige gemeldet, mit einer Frist von 20 Tagen ab vollständigen Unterlagen. (Stand: BFE-Registerdaten August 2026, Swissolar-Jahreszahlen 2025)
Das Wichtigste in Kürze
- Durchschnittliche Anlagengrösse 40,8 kWp – der höchste Wert aller 26 Kantone.
- 124,7 MW installierte Leistung auf rund 3’056 Anlagen; pro Kopf rund 924 Watt (Rang 18 von 26).
- Indach-Anteil 7,3 %, unter dem gesamtschweizerischen Schnitt von 12,7 %.
- Meldeverfahren: Bauanzeige bei der gemeindlichen Bauabteilung, 20 Tage ab vollständigen Unterlagen.
Warum hat Zug die grössten Solaranlagen der Schweiz?
Mit durchschnittlich 40,8 kWp pro Anlage liegt der Kanton Zug beim BFE-Anlagenregister an der Spitze aller 26 Kantone – deutlich vor dem gesamtschweizerischen Mittel von 26,1 kWp. Das Register selbst liefert dafür keine Ursache, aber ein naheliegender Erklärungsansatz ist die wirtschaftliche Struktur des Kantons: ein hoher Anteil an Gewerbe- und Firmensitzen mit grossen, zusammenhängenden Dachflächen kann den statistischen Durchschnitt gegenüber reinen Wohnkantonen deutlich anheben.
| Kennzahl | Wert (Kanton Zug) | Schweiz gesamt (Vergleich) |
|---|---|---|
| Installierte Leistung | 124,7 MW | 8’635 MW (Register) / 9’498,6 MW (Swissolar) |
| Anzahl Anlagen | 3’056 | 331’271 (Register) / 338’270 (Swissolar) |
| Pro-Kopf-Leistung | 924 W/Einwohner | 946 W/Einwohner (Schweizer Mittel) |
| Rang Pro-Kopf-Dichte | 18 von 26 | — |
| Durchschnittliche Anlagengrösse | 40,8 kWp (höchster Wert der Schweiz) | 26,1 kWp |
| Indach-Anteil | 7,3 % | 12,7 % |
Quelle: BFE-Anlagenregister (Registerstand August 2026); nationale Vergleichswerte aus der Swissolar-«Statistik Sonnenenergie 2025».
Was gilt im Kanton Zug verfahrensrechtlich?
Im Kanton Zug wird eine Solaranlage der gemeindlichen Bauabteilung als Bauanzeige gemeldet (§ 44a PBG), mit einer Frist von 20 Tagen ab vollständigen Unterlagen. Ein wichtiger Hinweis für Fassadenprojekte: Das amtliche kantonale Merkblatt zum Meldeverfahren datiert von Mai 2024 und behandelt Fassadenanlagen noch nach altem Recht – seit 1. Januar 2026 gilt bundesrechtlich auch für Fassaden das vereinfachte Meldeverfahren. Bei Fassadenprojekten lohnt sich deshalb zusätzlich ein Blick auf die aktuelle Bundesregelung statt nur auf das ältere kommunale Merkblatt.
Die hohe durchschnittliche Anlagengrösse im Kanton Zug deckt sich mit unserer Erfahrung aus grösseren Gewerbeprojekten in der Region: Wo ein Betrieb ein grosses, zusammenhängendes Dach hat, wird es in Zug häufiger auch konsequent ausgeschöpft, statt nur einen Teil zu belegen.
Häufige Fragen
Warum sind Solaranlagen im Kanton Zug im Schnitt so viel grösser als anderswo?
Die Statistik zeigt nur den Befund (40,8 kWp im Schnitt, der höchste Wert der Schweiz), keine amtlich bestätigte Ursache. Ein plausibler Faktor ist die hohe Dichte an Gewerbe- und Firmenstandorten mit grossen Dachflächen.
Gilt das Zuger Meldeverfahren-Merkblatt auch für Fassadenanlagen?
Das kommunale Merkblatt (Stand Mai 2024) ist bei Fassaden veraltet. Seit 1.1.2026 gilt bundesrechtlich das vereinfachte Meldeverfahren auch für Fassaden – diese neuere Regelung ist massgebend.
Ist Zug bei Photovoltaik ein fortschrittlicher Kanton?
Bei der Pro-Kopf-Dichte liegt Zug im Mittelfeld (Rang 18 von 26). Bei der durchschnittlichen Anlagengrösse liegt er dagegen klar an der Spitze der Schweiz.
Wie aktuell sind diese Zahlen?
Strukturdaten mit Stand August 2026 (BFE-Register), nationale Vergleichswerte aus der Swissolar-Jahresstatistik 2025.
Grosses Gewerbedach im Kanton Zug?
Wir planen Solaranlagen für Gewerbe- und Firmenstandorte im Kanton Zug – von der Machbarkeitsabklärung bis zur Inbetriebnahme.
Quellen: BFE-Anlagenregister (Registerstand August 2026), Swissolar «Statistik Sonnenenergie 2025», kantonales Merkblatt Zug (Stand Mai 2024).
Zuletzt aktualisiert: 18. September 2026 · Kontakt für Rückfragen zur Methodik: ecoEn Fachredaktion

