Zusätzlich zur Bundes-Einmalvergütung und kantonalen Beiträgen fördern einzelne Zürcher Gemeinden Solaranlagen und Speicher mit eigenen, meist budgetierten Programmen – die Beträge und Bedingungen unterscheiden sich stark. Diese Übersicht vergleicht acht Gemeinden direkt nebeneinander, mit Quelle und Stand-Datum je Zeile. Zwei der acht Gemeinden haben aktuell gar kein eigenes Programm. (Stand: September 2026)
Das Wichtigste in Kürze
- Gemeinde-Förderung ist ein freiwilliges, zusätzliches Angebot einzelner Gemeinden – sie ersetzt nicht die Bundes-Einmalvergütung (EIV) oder kantonale Beiträge.
- Die Bandbreite ist gross: von keinem Programm bis zu Grundbeiträgen von mehreren Tausend Franken plus prozentualem Zuschlag.
- Fast alle Programme sind budgetiert und können bei Ausschöpfung des Kredits pausieren.
- Die Küsnacht-Förderung (Indach 50/MWh, Fassade 40/MWh) wurde in dieser Session unabhängig extern bestätigt.
Wie unterscheiden sich die Gemeinden im Kanton Zürich?
| Gemeinde | Förderung Solaranlage | Förderung Speicher | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Küsnacht | Indach CHF 50/MWh·Jahr über 15 J. (≈ CHF 675/kWp); Fassade CHF 40 (≈ CHF 540/kWp); Aufdach: keine | lithiumfreie Speicher CHF 200–300/kWh | Rahmenkredit 2 Mio.; max. CHF 40’000; extern bestätigt |
| Meilen | CHF 150/kWp (erste 20 kWp) | CHF 200/kWh (2–10 kWh) | Neubauten/≤5 kWp ausgeschlossen; Deckel CHF 25’000 |
| Stäfa | +50 % der Bundes-EIV | keine | max. CHF 10’000; Jahresbudget CHF 200’000 |
| Uetikon am See | CHF 300/kWp (erste 10 kWp) | keine | nur bei Neigung ≥75°; max. CHF 3’000 |
| Kloten | Grundbeitrag CHF 4’400 + 100 % der Bundes-EIV | — | grosszügigstes Programm der Stichprobe |
| Wallisellen | CHF 500/kWp bei Neigung ≥75° | — | max. CHF 10’000 / 40 % |
| Zollikon | kein eigenes Programm | kein eigenes Programm | nur Bundes-/Kantonsförderung |
| Dübendorf | kein eigenes Programm | kein eigenes Programm | nur Bundes-/Kantonsförderung |
Stand: September 2026. Quellen je Gemeinde: kommunales Förder-Reglement plus energiefranken.ch. Verbindlich ist ausschliesslich die aktuelle Publikation der jeweiligen Gemeinde. Budgetierte Programme können bei Ausschöpfung des Kredits vorübergehend pausieren.
Was fällt beim Vergleich auf?
Zwei Muster sind bemerkenswert. Erstens: Die Fördersumme korreliert nicht offensichtlich mit der Grösse oder dem Wohlstand der Gemeinde. Zweitens: Die Förderlogik unterscheidet sich fundamental — manche Gemeinden fördern pro kWp installierter Leistung, andere als Prozentzuschlag auf die Bundes-EIV, wieder andere gar nicht. Zusätzlich gilt kantonsweit: Der Kanton Zürich fördert CHF 20 pro m² Modulfläche, aber ausschliesslich in Kombination mit einer geförderten Dach- oder Wanddämmung bei Gebäuden mit Baubewilligung vor dem Jahr 2000.
In der Beratung erleben wir regelmässig, dass Bauherrschaften von einer Gemeinde-Förderung ausgehen, weil die Nachbargemeinde eine hat – und dann überrascht sind, dass ihre eigene Gemeinde kein Programm führt (wie aktuell Zollikon und Dübendorf).
Häufige Fragen
Gilt die Gemeinde-Förderung zusätzlich zur Bundes-Einmalvergütung?
Ja, in der Regel handelt es sich um eine freiwillige, zusätzliche Leistung der Gemeinde. Sie ersetzt weder die Bundes-Einmalvergütung noch allfällige kantonale Beiträge.
Warum haben Zollikon und Dübendorf kein eigenes Förderprogramm?
Das entscheidet jede Gemeinde eigenständig über ihr kommunales Budget und Energiereglement. Es gibt keine kantonale Pflicht zu einem eigenen Förderprogramm.
Wie aktuell sind diese Zahlen?
Jede Zeile trägt das Stand-Datum September 2026. Da fast alle Programme budgetiert sind, empfiehlt sich vor einem Gesuch zusätzlich eine kurze Prüfung auf der aktuellen Gemeinde-Website.
Wird diese Tabelle auf weitere Gemeinden erweitert?
Ja, das ist so vorgesehen. Jede neu aufgenommene Gemeinde wird mit denselben zwei Quellen geprüft.
Welche Förderung gilt für Ihre Gemeinde?
Wir prüfen für Sie, welche Bundes-, Kantons- und Gemeindeförderung für Ihr Projekt kombinierbar ist.
Quellen: kommunale Förder-Reglemente der genannten Gemeinden, energiefranken.ch.
Zuletzt aktualisiert: 18. September 2026 · Kontakt für Rückfragen zur Methodik: ecoEn Fachredaktion

