Das Bundesamt für Energie beziffert das technisch nutzbare Solarpotenzial der geeigneten Schweizer Hausdächer auf rund 53,6 Terawattstunden pro Jahr – berechnet auf Basis der Dachdaten von sonnendach.ch. Die tatsächliche Photovoltaik-Produktion lag 2025 bei rund 8,1 TWh. Rein rechnerisch sind damit gut 15 Prozent des technischen Dachpotenzials ausgeschöpft. (Stand: September 2026)
Das Wichtigste in Kürze
- sonnendach.ch ist ein offizielles Gemeinschaftsprojekt von BFE, MeteoSchweiz und swisstopo und zeigt die Solareignung praktisch jedes Schweizer Gebäudes.
- Auf dieser Datengrundlage schätzt das BFE das technische Potenzial gut bis sehr gut geeigneter Dächer auf rund 53,6 TWh pro Jahr.
- Die tatsächliche PV-Produktion 2025 betrug rund 8,1 TWh – die «Ausschöpfungsquote» von rund 15 % ist eine eigene Berechnung, keine offizielle Kennzahl.
- Das Potenzial bezieht sich nur auf Dachflächen – Fassaden und Freiflächen sind nicht eingerechnet.
Was zeigt sonnendach.ch genau?
sonnendach.ch ist ein offizielles, kostenloses Online-Portal des Bundes, das für praktisch jede Liegenschaft in der Schweiz anzeigt, wie gut sich das jeweilige Dach für Solarenergie eignet. Es wurde als Gemeinschaftsprojekt von BFE, MeteoSchweiz und swisstopo im Rahmen der Energiestrategie 2050 aufgebaut.
Wie gross ist das technische Solarpotenzial der Schweiz – und wie viel ist ausgeschöpft?
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Technisches Solarpotenzial (Dächer, gut/sehr gut geeignet) | rund 53,6 TWh/Jahr | BFE, auf Basis sonnendach.ch |
| Tatsächliche PV-Produktion 2025 | rund 8,1 TWh | BFE, Elektrizitätsbilanz 2025 (vorläufig) |
| Rechnerische Ausschöpfung | rund 15 % | eigene Berechnung ecoEn (8,1 / 53,6) |
Stand: September 2026. Die «rechnerische Ausschöpfung» ist eine eigene, transparente Verhältnisrechnung – keine von BFE oder Swissolar veröffentlichte Kennzahl.
Was sagt eine Ausschöpfungsquote von rund 15 Prozent aus – und was nicht?
Eine Quote von rund 15 % zeigt, dass rechnerisch noch ein grosser Teil des technischen Dachpotenzials ungenutzt ist. Das ist aber nicht gleichbedeutend mit «85 % der Dächer sind ungenutzt» – ein Grossteil des verbleibenden Potenzials verteilt sich auf sehr viele einzelne, kleinere Dächer. Ausserdem bezieht sich die 53,6-TWh-Zahl ausschliesslich auf Dachflächen; Fassaden, die seit 2026 ebenfalls im vereinfachten Meldeverfahren möglich sind, sind darin nicht enthalten.
In der Beratung sehen wir häufig Dächer, die auf sonnendach.ch als «gut» oder «sehr gut» geeignet ausgewiesen sind, aber aus Gründen wie Denkmalschutz oder anstehender Dachsanierung noch nicht belegt sind.
Häufige Fragen
Was bedeutet «technisches Solarpotenzial» genau?
Es ist die maximal mögliche Stromproduktion, wenn alle als geeignet eingestuften Dachflächen mit Solarmodulen belegt würden – eine theoretische Obergrenze, keine Prognose des tatsächlichen Zubaus.
Ist die Zahl von 53,6 TWh eine feste, unveränderliche Grösse?
Sie basiert auf dem aktuellen Gebäudebestand und aktuellen Annahmen zur Modultechnologie und kann sich in künftigen Berechnungen des BFE verändern.
Warum ist die Ausschöpfung «nur» eine eigene Berechnung?
Weil BFE und Swissolar diese beiden Werte bisher nicht selbst ins Verhältnis gesetzt haben, jedenfalls nicht in einer uns vorliegenden Form.
Sind Fassaden im Solarpotenzial der Schweiz mitgerechnet?
Nein, die 53,6-TWh-Zahl bezieht sich ausschliesslich auf Dachflächen.
Wie gut ist Ihr eigenes Dach ausgeschöpft?
Wir prüfen unverbindlich, was auf Ihrem konkreten Dach technisch und wirtschaftlich sinnvoll realisierbar ist.
Quellen: Bundesamt für Energie (BFE), sonnendach.ch; BFE Elektrizitätsbilanz 2025 (vorläufig).
Zuletzt aktualisiert: 18. September 2026 · Kontakt für Rückfragen zur Methodik: ecoEn Fachredaktion

