Kurzantwort

Der Kanton Schaffhausen hatte Ende 2025 rund 87 Megawatt installierte Photovoltaik-Leistung auf rund 3’344 Anlagen – pro Kopf Rang 16 von 26 Kantonen. Das Meldeverfahren ist gebührenfrei und läuft über ein Formular im Doppel direkt bei der Gemeinde; für Objekte in ISOS-Ortsbildern gilt eine kommunale Sonderliste. (Stand: BFE-Registerdaten August 2026, Swissolar-Jahreszahlen 2025)

Das Wichtigste in Kürze

  • 87 MW installierte Leistung, rund 3’344 Anlagen (Registerstand August 2026).
  • Pro Kopf rund 966 Watt pro Einwohner – Rang 16 von 26.
  • Durchschnittliche Anlagengrösse: 26,0 kWp, nahe am gesamtschweizerischen Mittel von 26,1 kWp.
  • Meldeverfahren: gebührenfrei, Formular im Doppel direkt bei der Gemeinde, 30 Tage Frist; zusätzliche manuelle Meldung ans Schätzungsamt.

Wie viel Photovoltaik ist im Kanton Schaffhausen installiert?

Nach dem BFE-Anlagenregister (Stand August 2026) kommt der Kanton Schaffhausen auf rund 87 MW installierte Leistung bei rund 3’344 Anlagen. Mit rund 966 Watt pro Einwohner liegt Schaffhausen bei der Pro-Kopf-Dichte auf Rang 16 von 26 Kantonen – im unteren Mittelfeld der Schweiz.

KennzahlWert (Kanton Schaffhausen)Schweiz gesamt (Vergleich)
Installierte Leistung87,0 MW8’635 MW (Register) / 9’498,6 MW (Swissolar)
Anzahl Anlagen3’344331’271 (Register) / 338’270 (Swissolar)
Pro-Kopf-Leistung966 W/Einwohner946 W/Einwohner (Schweizer Mittel)
Rang Pro-Kopf-Dichte16 von 26
Durchschnittliche Anlagengrösse26,0 kWp26,1 kWp
Indach-Anteil5,8 %12,7 %

Quelle: BFE-Anlagenregister (Registerstand August 2026); nationale Vergleichswerte aus der Swissolar-«Statistik Sonnenenergie 2025».

Was gilt im Kanton Schaffhausen verfahrensrechtlich?

Das Meldeverfahren läuft in Schaffhausen direkt bei der Gemeinde, mit einem Meldeformular im Doppel und ohne Gebühr (Art. 54 BauG), bei einer Frist von 30 Tagen. Eine Besonderheit betrifft Objekte in Ortsbildern von nationaler Bedeutung (ISOS): Für diese führt die kantonale Richtlinie (Stand Dezember 2025) eine kommunale Sonderliste. Zusätzlich zur Gemeindemeldung ist eine manuelle Meldung an das Schätzungsamt vorgesehen.

Was fällt beim Indach-Anteil auf?

Mit 5,8 % liegt Schaffhausen deutlich unter dem gesamtschweizerischen Indach-Anteil von 12,7 % und damit näher bei den Nachbarkantonen Thurgau (5,6 %) und Zürich (11,6 %) als bei den alpinen Kantonen mit hohem Indach-Anteil. Das legt nahe, dass regionale Bautraditionen im Mittelland generell eher zu Aufdach-Lösungen führen als in alpineren Regionen.

Aus der Praxis

Anfragen aus dem Kanton Schaffhausen erreichen uns seltener als aus dem Kernraum Zürich – wenn sie vorkommen, ist die zusätzliche Meldung ans Schätzungsamt ein Schritt, der in der Planung oft übersehen wird, weil er nicht Teil der eigentlichen Baumeldung ist.

Häufige Fragen

Kostet das Meldeverfahren in Schaffhausen etwas?

Nein, es ist gemäss Art. 54 BauG gebührenfrei. Das Formular wird im Doppel direkt bei der Gemeinde eingereicht.

Muss ich zusätzlich zur Gemeinde noch eine andere Stelle informieren?

Ja, eine manuelle Meldung an das Schätzungsamt ist vorgesehen – ein separater Schritt neben der eigentlichen Gemeindemeldung.

Gibt es Einschränkungen für denkmalgeschützte oder historische Ortsbilder?

Für Objekte in ISOS-Ortsbildern nationaler Bedeutung führt eine kantonale Richtlinie (Stand Dezember 2025) eine kommunale Sonderliste mit zusätzlichen Vorgaben.

Wie aktuell sind diese Zahlen?

Strukturdaten mit Stand August 2026 (BFE-Register), nationale Vergleichswerte aus der Swissolar-Jahresstatistik 2025.

Solaranlage im Kanton Schaffhausen planen?

Wir begleiten die Meldung inklusive der zusätzlichen Schritte wie der Meldung ans Schätzungsamt.

Quellen: BFE-Anlagenregister (Registerstand August 2026), Swissolar «Statistik Sonnenenergie 2025», kantonale Richtlinie Schaffhausen (Stand Dezember 2025).

Zuletzt aktualisiert: 18. September 2026 · Kontakt für Rückfragen zur Methodik: ecoEn Fachredaktion