Der Kanton Zürich hatte Ende 2025 rund 923,6 Megawatt installierte Photovoltaik-Leistung – nach Bern die zweithöchste absolute Leistung der Schweiz. Bei der Pro-Kopf-Dichte liegt Zürich wegen seiner dichten Besiedlung aber nur auf Rang 24 von 26 Kantonen. Neue Anlagen werden über die kantonale Plattform «Solaranlage melden» mit einer Frist von 30 Tagen angezeigt. Dieser Report bündelt amtliche Strukturdaten mit den Erfahrungen aus eigenen Projekten in der Region. (Stand: BFE-Registerdaten August 2026, Swissolar-Jahreszahlen 2025)
Das Wichtigste in Kürze
- 923,6 MW installierte Leistung, rund 32’829 Anlagen (Registerstand August 2026) – die zweithöchste absolute Leistung aller Kantone.
- Pro Kopf liegt Zürich mit rund 566 Watt pro Einwohner auf Rang 24 von 26 – eine Folge der hohen Bevölkerungsdichte, nicht eines geringen Ausbaus in absoluten Zahlen.
- Durchschnittliche Anlagengrösse: 28,1 kWp; Indach-Anteil: 11,6 % (leicht unter dem gesamtschweizerischen Schnitt von 12,7 %).
- Meldeverfahren: kantonale Plattform «Solaranlage melden» / eBaugesucheZH, 30 Tage Frist; Fassaden bis 11 m Höhe ebenfalls meldefähig seit 1.1.2026.
Wie viel Photovoltaik ist im Kanton Zürich installiert?
Nach dem öffentlichen BFE-Anlagenregister (Registerstand August 2026) kommt der Kanton Zürich auf rund 923,6 MW installierte Leistung bei rund 32’829 erfassten Anlagen – nach dem Kanton Bern (1’071 MW) die zweithöchste absolute installierte Leistung der Schweiz. Die durchschnittliche Anlagengrösse liegt bei 28,1 kWp, nahe am gesamtschweizerischen Mittel von 26,1 kWp.
| Kennzahl | Wert (Kanton Zürich) | Schweiz gesamt (Vergleich) |
|---|---|---|
| Installierte Leistung | 923,6 MW | 8’635 MW (Register) / 9’498,6 MW (Swissolar-Jahreszahl) |
| Anzahl Anlagen | 32’829 | 331’271 (Register) / 338’270 (Swissolar) |
| Pro-Kopf-Leistung | 566 W/Einwohner | 946 W/Einwohner (Schweizer Mittel) |
| Rang Pro-Kopf-Dichte | 24 von 26 | — |
| Durchschnittliche Anlagengrösse | 28,1 kWp | 26,1 kWp |
| Indach-Anteil | 11,6 % | 12,7 % |
Quelle: BFE-Anlagenregister «Elektrizitätsproduktionsanlagen» (Registerstand August 2026); nationale Jahreswerte aus der Swissolar-«Statistik Sonnenenergie 2025» (veröffentlicht 10. Juli 2026). Register und Swissolar-Jahreszahl unterscheiden sich strukturell, weil das Register die jüngsten rund 12 Monate systematisch untererfasst.
Warum liegt Zürich bei der Pro-Kopf-Dichte so weit hinten, obwohl die absolute Leistung hoch ist?
Der scheinbare Widerspruch löst sich durch die Bevölkerungsdichte auf: Zürich ist mit Abstand der bevölkerungsreichste Kanton der Schweiz, wodurch dieselbe absolute Leistung pro Kopf gerechnet vergleichsweise klein erscheint. Dazu kommt eine hohe Mehrfamilienhaus-Dichte, bei der pro Gebäude oft nur eine Dachfläche für viele Bewohnerinnen und Bewohner zur Verfügung steht. Das ist strukturell bedingt, nicht Ausdruck eines geringeren Ausbautempos in absoluten Zahlen.
Was gilt im Kanton Zürich verfahrensrechtlich?
Neue Solaranlagen werden im Kanton Zürich über die kantonale Plattform «Solaranlage melden» (eBaugesucheZH) angezeigt, mit einer Frist von 30 Tagen. Seit 1. Januar 2026 gilt das vereinfachte Meldeverfahren bundesrechtlich auch für Fassadenanlagen bis 11 Meter Höhe; darüber ist – ausser bei Einfamilienhäusern – ein ordentliches Baugesuch nötig. Details zum gesamten Verfahren, inklusive Ausnahmen für Denkmalschutz-Objekte, beschreibt der Ratgeber zur Baubewilligung im Kanton Zürich.
Was zeigen reale Projekte aus der Region?
Über die reinen Registerdaten hinaus lässt sich anhand dokumentierter ecoEn-Projekte in der Region ein technisches Profil zeichnen: In einer Auswertung von 16 realen Installationen (2020–2026) nutzt die Hälfte eine geteilte Ost-West- oder Zweiflächen-Ausrichtung statt einer reinen Südausrichtung, und rund ein Drittel verfügt über einen Batteriespeicher – Details im separaten Technikprofil.
Die kantonale Pro-Kopf-Zahl überrascht viele unserer Kundinnen und Kunden, weil sie im Alltag vor allem die vielen sichtbaren Anlagen auf Zürcher Dächern wahrnehmen. Beide Beobachtungen sind richtig: absolut viel installierte Leistung, aber relativ zur Einwohnerzahl noch Luft nach oben – vor allem bei Mehrfamilienhäusern, wo ZEV-Modelle das Potenzial pro Dach besser ausschöpfen können.
Häufige Fragen
Ist der Kanton Zürich bei Photovoltaik führend oder nicht?
Beides, je nach Massstab: In absoluter installierter Leistung liegt Zürich auf Rang 2 der Schweiz. Pro Kopf gerechnet liegt er wegen der hohen Bevölkerungsdichte nur auf Rang 24 von 26.
Wie lange dauert das Meldeverfahren für eine Solaranlage im Kanton Zürich?
In der Regel 30 Tage über die kantonale Plattform «Solaranlage melden». Fassadenanlagen bis 11 Meter Höhe sind seit 2026 ebenfalls meldefähig, höhere Fassaden brauchen ausser bei Einfamilienhäusern ein ordentliches Baugesuch.
Wie aktuell sind diese Zahlen?
Die Strukturdaten (Leistung, Anlagenzahl, Indach-Anteil) stammen aus dem BFE-Register mit Stand August 2026, die nationalen Vergleichswerte aus der Swissolar-Jahresstatistik 2025 (veröffentlicht Juli 2026).
Woher stammt der Indach-Anteil von 11,6 %?
Aus derselben BFE-Registerauswertung, vertieft in der separaten Übersicht zum Indach-Anteil je Kanton.
Was ist auf Ihrem Zürcher Dach möglich?
Wir prüfen unverbindlich, was auf Ihrem konkreten Dach technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist – im Kontext des Zürcher Marktes, den wir aus eigenen Projekten kennen.
Quellen: BFE-Anlagenregister «Elektrizitätsproduktionsanlagen» (Registerstand August 2026), Swissolar «Statistik Sonnenenergie 2025», eigene Projektdaten.
Zuletzt aktualisiert: 18. September 2026 · Kontakt für Rückfragen zur Methodik: ecoEn Fachredaktion

