Ende 2025 waren in der Schweiz rund 338’270 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 9’498,6 Megawatt installiert – ein Plus von 16,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig ist der jährliche Zubau 2025 erstmals seit 2017 zurückgegangen: von 1’800 auf 1’333 Megawatt. Die Solarstromproduktion stieg dennoch um rund ein Drittel auf knapp 8 Terawattstunden – gut 13,7 Prozent des gesamtschweizerischen Stromverbrauchs. Dieser Report bündelt die nationalen Zahlen mit sechs regionalen Vertiefungen. (Stand: Swissolar-Jahreszahlen 2025, veröffentlicht 10. Juli 2026; BFE-Registerdaten August 2026)
Das Wichtigste in Kürze
- 338’270 Anlagen, 9’498,6 MW installierte Leistung Ende 2025 (+16,3 % gegenüber 2024).
- Der jährliche Zubau ist 2025 erstmals seit 2017 zurückgegangen: von 1’800 MW (2024) auf 1’333 MW (2025), ein Rückgang um rund ein Viertel.
- Die Solarstromproduktion stieg trotzdem um rund 33 % auf knapp 8 TWh – das deckt rund 13,7 % des gesamtschweizerischen Stromverbrauchs.
- Bern (1’071 MW) und Zürich (923,6 MW) führen bei der absoluten installierten Leistung; bei der Pro-Kopf-Dichte liegen Appenzell Innerrhoden, Jura und Thurgau vorne.
Wie hat sich die Photovoltaik in der Schweiz 2025 entwickelt?
Nach der «Statistik Sonnenenergie 2025» von Swissolar (veröffentlicht am 10. Juli 2026) waren Ende 2025 in der Schweiz 338’270 Photovoltaik-Anlagen mit einer kumulierten Leistung von 9’498,6 MW installiert – ein Zuwachs von 16,3 % gegenüber dem Vorjahr. Die eigentliche Nachricht des Jahres liegt aber im Zubau: Erstmals seit 2017 ist die jährlich neu installierte Leistung zurückgegangen, von 1’800 MW im Jahr 2024 auf 1’333 MW im Jahr 2025.
Der Rückgang beim Zubau bei gleichzeitig stark steigender Produktion zeigt zwei unterschiedliche Effekte: Die installierte Leistung wächst weiterhin kumulativ, während sich der jährliche Neuzubau verlangsamt hat. Die Produktion wiederum profitiert vom wachsenden Gesamtbestand über ein volles Jahr sowie vermutlich von günstigeren Einstrahlungsbedingungen als im Vorjahr.
| Kennzahl | 2024 | 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Jährlicher Zubau | 1’800 MW | 1’333 MW | −26 % (erster Rückgang seit 2017) |
| Kumulierte installierte Leistung (Jahresende) | rund 8’166 MW | 9’498,6 MW | +16,3 % |
| Solarstromproduktion | rund 6 TWh | knapp 8 TWh | +33 % |
Quelle: Swissolar «Statistik Sonnenenergie 2025» (veröffentlicht 10. Juli 2026); Produktionszahlen zusätzlich bestätigt durch die BFE-Elektrizitätsbilanz 2025 (vorläufig).
Welche Kantone führen – und wie unterscheiden sich absolute Grösse und Pro-Kopf-Dichte?
Bei der absoluten installierten Leistung führt der Kanton Bern (1’071 MW) knapp vor Zürich (923,6 MW). Bei der Pro-Kopf-Dichte sieht das Bild anders aus: Hier liegen kleinere, ländlich geprägte Kantone vorne – Appenzell Innerrhoden (1’884 Watt pro Kopf), Jura (1’880) und Thurgau (1’674) – während dicht besiedelte Kantone wie Basel-Stadt (322 W/Kopf), Genf (327) und Zürich (566, Rang 24 von 26) bei dieser relativen Betrachtung zurückfallen.
Für sechs Kantone im Kerngebiet von ecoEn liegen vertiefte regionale Reports mit Registerdaten und dem jeweiligen kantonalen Meldeverfahren vor: Solar-Report Zürich · Solar-Report Aargau · Solar-Report Zug · Solar-Report Schaffhausen · Solar-Report Thurgau · Solar-Report Schwyz.
Warum weicht die Registersumme von der offiziellen Jahreszahl ab?
Wer mit dem öffentlichen BFE-Anlagenregister arbeitet, findet dort eine Gesamtsumme von rund 8’635 MW – merklich unter den 9’498,6 MW von Swissolar. Das ist kein Widerspruch, sondern ein bekannter methodischer Effekt: Das Register erfasst die jüngsten rund zwölf Monate systematisch zu niedrig, weil Anmeldungen zeitversetzt einfliessen.
Den Rückgang beim Zubau spüren wir im Tagesgeschäft nicht als Nachfrageeinbruch, sondern eher als Normalisierung nach den aussergewöhnlich starken Zubaujahren 2022 bis 2024 – ein hohes, aber gegenüber dem Rekordjahr 2024 etwas gedämpftes Anfragevolumen.
Häufige Fragen
Schrumpft der Schweizer Solarmarkt?
Nein, die installierte Gesamtleistung wächst weiter (+16,3 % in 2025). Zurückgegangen ist der jährliche Zubau gegenüber dem Rekordjahr 2024 – der erste Rückgang seit 2017, aber kein Rückgang des Gesamtbestands.
Welcher Kanton hat am meisten Photovoltaik installiert?
In absoluten Zahlen führt der Kanton Bern (1’071 MW) vor Zürich (923,6 MW). Bei der Pro-Kopf-Dichte liegen dagegen kleinere Kantone wie Appenzell Innerrhoden vorne.
Wie viel Strombedarf deckt Photovoltaik in der Schweiz heute?
Rund 13,7 % des gesamtschweizerischen Stromverbrauchs, nach der Swissolar-Jahresstatistik 2025.
Warum unterscheiden sich Registerdaten und Swissolar-Jahreszahl?
Weil das öffentliche BFE-Register die jüngsten rund zwölf Monate systematisch untererfasst. Für granulare, strukturelle Fragen bleibt das Register trotzdem die detailreichste öffentliche Quelle.
Wie fügt sich Ihr Dach in dieses Bild ein?
Wir prüfen unverbindlich, was auf Ihrem konkreten Dach möglich ist – unabhängig vom nationalen Trend.
Quellen: Swissolar «Statistik Sonnenenergie 2025» (veröffentlicht 10. Juli 2026), BFE-Anlagenregister (Registerstand August 2026), BFE-Elektrizitätsbilanz 2025 (vorläufig).
Zuletzt aktualisiert: 18. September 2026 · Kontakt für Rückfragen zur Methodik: ecoEn Fachredaktion

